ARD und ZDF: Kein gemeinsames Sendezentrum bei EM 2024

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Bei Sport-Großereignissen arbeiten das Erste und das Zweite eng zusammen. Bei der EM 2024 in Deutschland gehen ARD und ZDF allerdings in einem Bereich getrennte Wege.

Die Fernsehsender werden die Beiden im kommenden Jahr bei der Fußball-Europameisterschaft kein gemeinsames Sendezentrum haben. Anders als bei anderen Sport-Großveranstaltungen wird die Regie an zwei getrennten Standorten sein, wie die Sender auf dpa-Anfrage bestätigten. Für die ARD produziert der WDR die Heim-EM auf dem heimischen Sport-Campus in Köln. Das Sendezentrum des ZDF ist in der Zentrale in Mainz.

Entscheidung über gemeinsames Moderations-Studio noch nicht gefallen

Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender hatten zuletzt bei Olympischen Spielen und bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar ein gemeinsames Sendezentrum auf dem Mainzer Lerchenberg betrieben. Auch ein Studio für die Moderation wurde in Mainz zusammen genutzt. Ob es ein im kommenden Jahr an anderer Stelle ein gemeinsames Studio gebe, sei bisher nicht geklärt, hieß es bei ARD und ZDF.

Das Erste und das Zweite werden 34 der 51 EM-Partien live übertragen. Darunter sind alle Spiele der deutschen Mannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Endspiel. Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender haben dafür Sublizenzen von der Telekom erworben, die sich 2019 überraschend die kompletten Medienrechte für das Turnier vom europäischen Fußball-Verband UEFA gesichert hatte.

ARD und ZDF zeigen EM 2024 zusammen mit RTL im Free-TV

Der Bonner Konzern wird über sein kostenpflichtiges Streaming-Angebot MagentaTV alle 51 Spiele übertragen, darunter fünf Begegnungen exklusiv. Weitere zwölf Spiele sind im Free-TV bei RTL zu sehen. Für die EM gehen die Telekom und RTL eine umfassende Kooperation ein. Die beiden Unternehmen werden unter anderem ein TV-Studio und weite Teile der Produktionsinfrastruktur gemeinsam am RTL-Standort Köln betreiben.

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43 Kommentare im Forum

  1. Mit Sparwillen wird man bei diesem Haufen zu keinem Ergebnis mehr kommen. Da hilft nur die Zerschlagung durch Kündigung der entsprechenden Staatsverträge und Gesetzesänderungen. Wenn CDU und AfD gemeinsam eine Zwei-Drittel-Mehrheit erzielen, könnte dies ausreichend sein.
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