ARD will bis Sommer über Zukunft ihrer Talkshows entscheiden

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Die Talk-Shows im Programm der ARD sorgen bereits seit längerem für Diskussions-Stoff – sowohl beim Publikum als auch senderintern. Im kommenden Jahr will die ARD nun über die Zukunft der Talk-Formate entscheiden. Bereits vorher getroffene Festlegungen soll es nicht geben.

Die ARD will erst 2013 entscheiden, wie es mit den späten Talkshows im Abendprogramm weitergeht. Das kündigte Chefredakteur Thomas Baumann am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa an. „Die Leitungsgremien der ARD werden in der ersten Hälfte des kommenden Jahres Schemafragen des Ersten Deutschen Fernsehens beraten“, sagte Baumann. „Dabei wird auch über die Gesprächssendungen des Ersten geredet werden.“

Baumann stellte klar, dass es „anders als jüngst immer wieder behauptet“ keinerlei „Vorfestlegungen“ gebe. „Weder was die künftige Zahl der Gesprächssendungen angeht, noch was die Zukunft einzelner Sendungen anbelangt“, ergänzte der Chefredakteur. „Insofern ist es falsch zu behaupten, die ARD denke konkret über die Einstellung einzelner Talkformate nach.“
 
Im kommenden Sommer laufen einige Verträge der Spät-Talker aus. Günther Jauch jedoch, im Herbst 2011 zur ARD als Sonntagstalker gestoßen, hat sich bis 2014 verpflichtet. Der „Focus“ hatte am Wochenende darüber berichtet, dass Anne Will ihre Mittwochs-Talkshow verlieren könnte, wenn die Zahl der Talkformate von derzeit fünf auf vier reduziert werde. Verschiedene Rundfunkräte hatten angeregt, die Zahl der Spät-Talks von fünf auf vier zu reduzieren.
 
Die 46-jährige Will könnte laut „Focus“ nach den ARD-Überlegungen durch ein so genanntes „Presenter-Format“ mit Reportagen führen oder einen neuen Talk in Form eines „Vier-Augen-Gesprächs“. Sie könnte sich mit ihrer Firma Will Media Will auch als Produzentin einbringen. „Ich könnte mir zusätzlich zu meiner Talkshow eine Menge Formate im Zeitgeschehen und im Sport vorstellen“, sagte Will dem „Focus“ Darüber sei sie auch „in Gesprächen“. „Aber die Betonung liegt auf zusätzlich“, so Will.
 
Vor ein paar Tagen hatte die frühere „Tagesthemen“-Moderatorin bereits Spekulationen zurückgewiesen, sie könne zur Redaktion ARD aktuell zurückkehren und die „Tagesschau“ präsentieren. „Nein, weil ich wirklich meine Talkshow gerne mache und genau das auch weitermachen will“, sagte sie dazu der Nachrichtenagentur dpa. „Ich fände es auch ganz falsch, eine moderierte ‚Tagesschau‘ zu machen, ich finde das Sprecherprinzip genau richtig und auch wirklich gut.“[dpa/fm]

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