Arte startet heute neues Kulturmagazin „Twist“

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© obs/ARTE G.E.I.E./FREDERIKE WETZELS
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„Wie steht’s mit der Solidarität in Corona-Zeiten?“ Dieser Frage gehen die Moderatorinnen in der ersten Ausgabe des neuen Kulturmagazins zusammen mit Philosophen nach.

Am heutigen Sonntag, 30. August, feiert „Twist“ um 16.30 Uhr auf Arte Premiere: Die erste Ausgabe des Kulturmagazins thematisiert die weitgehenden Veränderungen der Gesellschaften im Zuge der Corona-Pandemie. Zu Gast sind der italienische Philosoph Giorgio Agamben und die Berliner Philosophin Rahel Jaeggi.

Jede Woche wollen die Moderatorinnen Bianca Hauda und Romy Straßenburg in den europäischen Metropolen Menschen fragen, was sie gerade beschäftigt. Zu Wort kommen auch Künstler und Kreative und gemeinsam fragt „Twist“ nach Utopien für eine bessere Welt, nach der Musealisierung unserer Städte und nach dem Kulturkampf gegen rechts. Oder danach, was der Brexit nun aus dem Traum von einer europäischen Kultur macht.

Die Meinungen der Philosophen über die Coronamaßnahmen gehen auseinander: So befürchtet Giorgio Agamben, es könne sich eine Gesellschaft etablieren, „die nicht auf Liebe beruht, sondern auf Distanz, Trennung, Verdacht, vielleicht auch Hass.“ Rahel Jaeggi sieht das anders: „Wenn es die Lage erfordert, dann kann es auch passieren, dass unser Wir-Gefühl gerade davon abhängt, dass wir uns distanzieren.“ Wahre Solidarität müsse sich „in Institutionen stabilisieren“. Außerdem habe die Pandemie die Defizite der Gesellschaft offengelegt – wie schlechte Arbeitsbedingungen oder die „Ungleichheit im Bildungssystem“.

Bildquelle:

  • arte_twist: obs/ARTE G.E.I.E./FREDERIKE WETZELS

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