Ausschreitungen in Chemnitz: Securitas-Mitarbeiter pöbelt mit

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Das heiß diskutierte „Hetzjagd-Video“ aus der sächsischen Stadt zeigt mehrere Männer, die Menschen mit mutmaßlichem Migrationshintergrund verfolgen, bedrohen und beleidigen. Einer der Täter ist nun als Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Securitas identifiziert worden.

Ob es sich bei den Ausschreitungen, die nach dem gewaltsamen Tod eines 35-jährigen in der sächsischen Stadt Chemnitz erfolgt waren, um Hetzjagden auf mutmaßliche Ausländer gehandelt habe, wird nach wie vor diskutiert.

Klar ist mittlerweile: Unter den gewaltbereit wirkenden Männern aus den  Videoaufzeichnungen des Vorfalls war auch ein Mitarbeiter der großen deutschen Sicherheitsfirma Securitas.
 
Die Reaktion des Unternehmens ließ nicht lange auf sich warten: Man habe sich nach Bekanntwerden der Tatsache unverzüglich vom Mitarbeiter getrennt. Securitas verwahre sich gegen jegliche Nähe zu rechtem Gedankengut und toleriere dies auch seitens der Mitarbeiter nicht – weder im Dienst noch im Privaten. So äußerte man sich seitens der Firma dem ZDF-Nachrichtenmagazin „Frontal 21“ gegenüber.
 
Auf den Videoaufzeichnungen waren Menschen mit mutmaßlichen Migrationshintergrund mit Schmähungen wie „Kanake“, „Haut ab“ und „Nicht willkommen“ bedrängt und eingeschüchtert worden. Die Aussage des Verfassungsschutzpräsidenten Maaßen, es gebe keine handfesten Gründe von einer „Hetzjagd“ zu sprechen, hatten bundesweit Protest hervorgerufen.
 
Weiteres Informationen und Einblicke liefert „Frontal 21“ bei ZDF heute um 21.00 Uhr. [dpa]

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8 Kommentare im Forum

  1. Mutmaßliche Täter haben Jobs? [MEDIA=youtube]w4aLThuU008[/MEDIA] Chemnitz: Angreifer aus Video arbeitete in Asylheim – gefeuert! Da hatte "Hasi" wohl Glück, dass er nicht mit gerannt ist [MEDIA=twitter]1033790392037199873[/MEDIA]
  2. Ich vermute, unter den Pöblern bei solchen "Demonstrationen" befinden sich nicht nur Sicherheitleute und/oder LKA-Mitarbeiter, sondern ebenso Bäcker oder Ingenieure. Warum werden denn andere Berufsgruppen benachteiligt? Das ist nicht fair!
  3. Im Spiegel wurde eine Fachanwältin für Arbeistrecht befragt. Arbeitsrecht: Wie geht man mit rassistischen Kollegen um? - SPIEGEL ONLINE - KarriereSPIEGEL Das dürfte für den Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma, wenn der als solcher beim Pöbeln zu erkennen ist, niucht gut aussehen...
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