Bundesliga im Free-TV findet immer weniger Zuschauer

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Berlin – In der aktuellen Saison sind es die Free-TV-Sender ARD, ZDF und DSF, die immer mehr Zuschauer verlieren.

Die neue Rechtesituation in der Liga und die damit verbundenen Sendezeitverschiebungen sollen sich negativ auf denZuschauerzuspruch auswirken, so die Welt am Donnerstag unter Bezug auf Daten des Karlsruher Institut für Medienanalyse (IFM).

Vor allem beim Deutschen Sportfernsehen sind die Zuschauerzahlen eingebrochen: pro Spieltag seien es rund 1,15 Millionen Zuschauer weniger bei der Bundesliga und rund 270 000 bei der Zweiten Liga. Insgesamt betrug die Zuschauerzahl bei beiden Ligen nach sieben Spielen nur 12,6 Millionen statt vorher 23,7, also elf Millionen Zuschauer weniger. Der Marktanteil des DSF bei der Bundesliga am Sonntag sank entsprechend von 8,4 Prozent auf 3,6 Prozent.
 
Schuld daran sind die neuen Sendezeiten, die erst um 22 Uhr Zusammenfassungen zeigen dürfen. Für die DFL sei dies jedoch kaum Grund zur Sorge: bis Ende der Saison 2008/09 sollen die Klubs dank Arena und Co. dem Blatt zufolge 1,26 Milliarden Euro einnehmen, das sind 40 Prozent mehr als der alte Vertrag eingebracht hatte.
 
ARD-Sportschau hatte hingegen ein Minus 150 000 Zuschauer pro Sendung zu verzeichnen und das ZDF-Sportstudio ganze 270 000 Zuschauer Verlust – trotz stabiler Sendezeiten am Samstag. DSF-Geschäftsführer Oliver Reichert zufolge suche der Sportsender das Gespräch mit der DFL, um Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren. Diese allerdings lehne eine Änderung der Sendezeiten ab, zitiert die Welt DFL-Präsident Werner Hackmann, nach dessen Ansicht das Sendekonzept aufgehe: „Wir haben endlich wieder das schöne Freitagsspiel, und wir haben die Sportschau gerettet, das wird ja immer wieder vergessen.“ [sch]

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