Der letzte Flug: Wie der kleine Prinz sein „Duell in den Wolken“ verlor

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Mainz -Im Frühjahr 2008 sorgte die Meldung international für Aufsehen: Rätsel um Antoine de Saint Exupéry gelöst. Die ZDF-Dokumentation „Duell in den Wolken“ zeigt den letzten Flug des kleinen Prinzen.

Mainz – Im Frühjahr 2008 sorgte die Meldung international für Aufsehen: Rätsel um Antoine de Saint Exupéry gelöst. Das spurlose Verschwinden des berühmten Autors und Piloten während des Zweiten Weltkriegs fand folgende Erklärung: Er wurde am 31. Juli 1944 von dem deutschen Jagdpiloten Horst Rippert abgeschossen.

Ergebnis der langjährigen Spurensuche und Recherche für die Dokumentation „Duell in den Wolken – Der letzte Flug des kleinen Prinzen“, die das ZDF am kommenden Sonntag, 19.30 Uhr, auf dem „Terra X“-Sendeplatz ausstrahlt.
 
Die Suche nach dem Verbleib von Frankreichs Nationalhelden ist eine Geschichte voller merkwürdiger Funde und unfassbarer Zufälle. Von Anfang an gab es zahlreiche Spekulationen über Saint-Exupérys Schicksal – es hieß, er sei abgestürzt, im Kloster untergetaucht, zum Feind übergelaufen, habe Selbstmord begangen oder gar auf mystische Weise den Planeten verlassen.
 
50 Jahre später fand sich die erste Spur, als ein Fischer vor Marseille das silberne Armband des Dichters entdeckt haben wollte. Doch weil der Fundort fernab von Saint-Exupérys vermuteter Flugroute lag, ging nur der Taucher Luc Vanrell dieser Geschichte nach und stieß vor der unbewohnten Ile de Riou auf Wrackteile eines Flugzeugs – Saint-Exupérys Maschine war gefunden.
 
Doch die Frage, wie und weshalb der Autor des „kleinen Prinzen“ an dieser Stelle ums Leben kam, führte Vanrell und den deutschen Unterwasserarchäologen Lino von Gartzen von einer mysteriösen Fährte zur nächsten. An der Absturzstelle entdecken die Forscher den Motor einer deutschen ME 109. Gab es einen Luftkampf, bei dem beide Piloten ihr Ende fanden?

Die Suche führte zunächst in die USA und schließlich zum Erfolg: In Wiesbaden gestand in diesem Jahr der heute 86-jährige Horst Rippert, dass er 1944 den „Kleinen Prinzen“ wie man Saint-Exupéry auch nannte, abgeschossen hat. Und ganz nebenbei klärt sich nach Jahrzehnten das Schicksal eines echten deutschen Prinzen, der genau wie Saint Exupéry von einem Einsatz nicht zurückkehrte.
 
Prinz Alexis zu Bentheim war ebenfalls Kampfpilot und das Wrack seiner Maschine wurde in dem Trümmerfeld gefunden, in dem auch Saint Exupérys Maschine lag. Der Fan des Autors vom „kleinen Prinzen“ hatte mit dessen Abschuss aber nichts zu tun – sein Flugzeug wurde ein paar Monate zuvor abgeschossen.
 
Unterwasserarchäologe Lino von Gartzen steht den ZDF-Zuschauern nach der Dokumentation im Live-Chat unter www.zdf.de für Fragen nach der jahrelangen Spurensuche und dem letzten Flug des kleinen Prinzen zur Verfügung. [mg]

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