Die Quote muss stimmen – Gottschalk und Jauch im Gespräch

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Thomas Gottschalk und Günther Jauch sind nicht nur seit drei Jahrezehnten befreundet, sondern bescheren ihren jeweiligen Sendern fast genauso lange hohe Einschaltquoten. Allerdings wächst der Quotendruck stetig, wie sie in einem gemeinsamen Interview bestätigten.

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„Gutes Programm kann man überall machen, es muss inzwischen aber auch noch die Quote stimmen“, sagte „Wetten, dass…?“-Moderator Thomas Gottschalk in einem Interview der Samstagausgabe der „Bild“, zu welchem auch Günther Jauch eingeladen war. Wenn nur danach entschieden werde, was die für die Werbung so wichtige Gruppe der 14- bis 49-Jährigen sehe, werden Castingsshows immer mehr Zuschauer haben, als beispielsweise Dokumentationen.

In Bezug auf den Altersdurchschnitt ihrer Zuschauer verstehen sich beide nicht als „Jungbrunnen der ARD“ beziehungsweise „Berufsjugendlicher“ bei RTL. Die ARD sei keine „alte Tante“, wie Jauch erklärte. Man müsse aber die unterschiedlichen Programmauffassungen der Sender verstehen und da liege der Sonntagabend fest in der Hand der ARD. Der Montagabend gehöre hingegen RTL. Montags ist außer in der Sommerpause Jauchs Quizshow „Wer wird Millionäre“ zu sehen.
 
Die prominente Sendezeit, die Jauch nach dem Wechsel zur ARD von der Sendeanstalt erhalten habe, sehe Gottschalk als „absolut richtig“ an. Schließlich müsse man eine große Marke dann ins Programm nehmen, wenn die meisten „Kunden“ zu holen sind. Talkerin Anne Will, die für Jauch ihren Sendeplatz räumen musste, werde auch weiterhin funktionieren.
 
Angst über sinkende Einschaltquoten mit ihren neuen Formaten habe die beiden Moderatoren allerdings nicht. Wer sich im Fernsehen neu erfinde, gehe immer ein Risiko ein. Allerdings treffe das auch dann zu, wenn man sich nicht verändert. Immerhin habe es Jauch mit seinem neuen Talk-Format besser, schließlich ist er direkt nach dem quotenstarken „Tatort“ zu sehen. Gottschalk müsse hingegen in der „Todeszone“, dem ARD-Vorabend, um die Zuschauer buhlen.
 
Auf die Frage, ob Gottschalk wie die Mehrheit der Deutschen seinen Kollegen Jauch zum Bundespräsidenten wählen würde, gibt es für den blonden Moderator nur eine Antwort: „Ja“. Immerhin wäre er dann seinen Hauptkonkurrenten im Kampf um die TV-Quoten los. [rh]

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