DMB-Start: „Bis Ende des Jahres 40 bis 45 Städte“

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Der Startschuss für Handy-TV über DMB kann fallen. DIGITAL FERNSEHEN sprach dazu mit Henrik Rinnert, dem Geschäftsführer der Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH.

DF: Mit Debitel hat Mobiles Fernsehen Deutschland einen zugkräftigen Partner. Gibt es aktuell Gespräche mit weiteren Unternehmen?

Rinnert: Wir führen umfangreiche Gespräche mit anderen Mobilfunkunternehmen und sind auch guter Hoffnung demnächst weitere Vertriebspartner bekannt geben zu können – darunter auch Reseller und Serviceprovider.
 
DF: Wo liegen die Unterschiede zwischen dem Konzept der MFD und dem Free-TV-Angebot, dass beispielsweise die Walk’n’Watch vorgezogen hat?
 
Rinnert: Free-TV suggeriert, dass die Nutzung frei ist. Das ist insofern nicht ganz richtig, da zur Finanzierung des Projektes dann „Neun Live“-artige Programme gesendet werden würden. Damit würde der Nutzer zur Interaktion und somit zu Mehrwertdiensterlösen veranlasst. Was wir machen ist eigentlich ein Kabelmodel. Wir haben eine TV-Plattform und dazu vermitteln wir einen Zugang. Das kostet, vergleichbar mit dem Betrieb eines Kabelnetzes Geld. Wir machen damit auch kein Pay-TV. Die MFD bietet eine technische Plattform an. Der Zugang zu dieser technischen Plattform wird durch eine einmalige Freischaltung vermittelt. Jedes Signal muss im kommerziellen Bereich grundverschlüsselt werden, ansonsten könnte jeder dieses Programm aufgreifen und vervielfältigen oder weiterleiten. Und das werden wir auch tun.
 
DF: Gibt es bereits Pläne für weitere Verbreitungsorte nach der Fußball-Weltmeisterschaft?
 
Rinnert: Wir haben fest vor bis Ende des Jahres 40 bis 45 Städte und Ballungsgebiete zu versorgen. Dahingegen sind wir sehr WM-neutral.
 
DF: Die MFD hat sich auch für DVB-H-Lizenzen beworben. Wie sehen Sie ihre Chancen, da die Bewerberzahl hier deutlich höher ist als bei DMB?
 
Rinnert: Die DVB-H-Bewerbungssituation ist sehr viel komplizierter und komplexer. Dadurch wird sie mit Sicherheit nicht so eindeutig für eine Partei ausgehen. Man wird für DVB-H Mischlösungen finden und mehrere Parteien daran beteiligen müssen. Wir sind jedenfalls zu Kompromissen bereit. [sch]

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  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com

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