Drehstart: für „Der Schläfer im Schatten“

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Ulm – Anderthalb Jahre nach Veröffentlichung des experimentellen Psychodramas „Der Schläfer im Schatten“ findet das Erstlingswerk des jungen Schriftstellers Nycolay Bund nun auch seinen Weg ins Fernsehen.

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Lange und heiß wurde um die Brisanz des Stoffes diskutiert, nun wagt Produzent Sebastian Rolser von den Moviar Film Studios einen 90-Minüter nach der Romanvorlage von Nycolay Bund.

Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der, nach einer vaterlosen Kindheit und in einem streng katholischen Elternhaus erzogen, immer mehr an schweren Mutterkomplexen erkrankt. Er pervertiert das Bild seiner Mutter vor dem christlichen Hintergrund einer „Pietà“ zu einem tödlichen Spiel aus derben erotischen Fantasien, Lustempfindung durch körperlichen Schmerz und schweren Depressionen.
 
Die Rechte am Stoff liegen vor, der Schrifsteller Bund höchstselbst hat das Drehbuch geschrieben, auch wird er Regie führen. Finanziert wird das gewagte Projekt aus Eigenmitteln der Moviar Film Studios.
 
„Anders als in der Buchvorlage wird hier auf Spielszenen verzichtet – der Film zeigt ausschließlich dokumentaristische Szenen aus dem Umfeld des Protagonisten“, so Produzent Sebastian Rolser, „das Dokumentarfilmgenre hat bei diesem Projekt eindeutig die Nase vorn.“
 
Buchvorlage wie Film sind auf strikten musikalischen Kompositionsregeln aufgebaut – was den Film schier einzigartig in der Filmlandschaft sein lässt. Ebenso die Technik, alles aus der Sicht des Protagonisten zu filmen. Um dies möglichst realitätsnah verwirklichen zu können, ließ Sebastian Rolser eigens eine hochauflösende Kleinkamera auf einem umgebauten Brillengestell installieren, das der Hauptdarsteller – der nie selbst im Bild ist – beim Dreh auf dem Kopf trägt.
 
„Um das Ganze noch greifbarer zu machen, haben wir uns dazu entschlossen, Teile des Streifens mit alten „Super-8″-Kameras zu drehen; was dann den berüchtigten 70er-Jahre-Urlaubsvideo-Touch verursacht. Gemischt mit den hochauflösenden, modernsten Bildern der weiteren Sequenzen wird hiermit auch die Zerrissenheit symbolisiert, die in dem Buch deutlich wird – das ständige Schweben zwischen Himmel und Erde, das Nicht-Ja-sagen-können, das Uneigentliche.“, so das Statement des Produzenten.
 
Gedreht wird bis Mitte August an den Originalschauplätzen. Der hauseigene Moviar Pictures Filmverleih wird eine Fernsehauswertung des Films vornehmen. Geichzeitig mit der Premiere des Dokudramas im September erscheint eine überarbeitete Neuauflage der Buchvorlage im Handel. [mw]

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