Ehemalige Mitstreiter uneins über TV-Comeback von Harald Schmidt

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Über die weitere TV-Zukunft von Harald Schmidt nach Absetzung seiner Sat.1-Show sind dessen ehemalige Mitstreiter Manuel Andrack und Herbert Feuerstein unterschiedlicher Meinung. Während der frühere „Schmidteinander“-PartnerFeuerstein an ein Comeback glaubt, erwartet Andrack keine schnelle TV-Rückkehr.

In einer Vorabmeldung des Magazins „Der Spiegel“ äußerte Manuel Andrack, langjähriger TV-Partner und Redaktionsleiter von Harald Schmidt: „Welcher Sender sollte ihn denn noch nehmen?“. „Wenn einer mit so großem Bohei zu Sat.1 zurückkehrt und schon wenige Monate später den Stecker gezogen bekommt, dann war’s das erst mal“, erklärte Andrack weiter.

Schmidts ehemaliger Partner der ARD-Kultshow „Schmidteinander“, Herbert Feuerstein, ist hingegen anderer Meinung. „Schmidt kommt wieder. Er ist der ewige Entertainer. Das lastet wie ein biblischer Fluch auf ihm. Der kann gar nicht aufhören“, so Feuerstein. Er sehe die Chance, dass Schmidt „aus der Kanalisation“ herauskomme und eine Sendung macht, „von der noch niemand etwas ahnt“. Allerdings gab er zu, dass Schmidt nicht von Natur aus fleißig wäre. „Ehrlich gesagt ist er sogar verdammt faul“, sagte Feuerstein, verwies aber darauf, dass sich Schmidt immer durchgesetzt habe.
 
Manual Andrack sieht vor allem die letzten Monate seiner Zusammenarbeit mit Schmidt kritisch. „Das letzte halbe Jahr unserer Zusammenarbeit war nicht mehr lustig. Außerhalb der Konferenzen sind wir uns kaum noch begegnet. Schmidt hat sich in seinem Büro eingeschlossen. Oder er ist in seinem Jaguar nach Hause abgehauen oder sonstwo hin“.
 
Vor allem die Pleite mit Co-Moderator Oliver Pocher habe Schmidt zugesetzt. Seine Begeisterung für Pocher sei bereits nach sechs Wochen vorbei gewesen und Schmidt sei seinem kurzzeitigen TV-Partner ebenfalls aus dem Weg gegangen. „Ich glaube, dass die Zeit mit Pocher für ihn traumatisch war“, so Andrack. Schmidt sei sauer auf sich selbst gewesen, „weil er die Pleite nicht hat kommen sehen“. Zudem habe es Schmidt gewurmt, dass er nie 20 Millionen Zuschauer wie Thomas Gottschalk vor die Bildschirme locken konnte. [rh]

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1 Kommentare im Forum

  1. AW: Ehemalige Mitstreiter uneins über TV-Comeback von Harald Schmidt Warum wollen Schmidt und Gottschalk nicht verstehen, dass ihre TV-Uhr abgelaufen ist? Die ständig sinkenden bzw. regelmäßig niedrigen Quoten sollten ihnen eigentlich zu denken geben. Möglicherweise sind sie aber inzwischen derart abgehoben, dass sie die Zeichen der Zeit gar nicht (mehr) erkennen können. Schmidt hat bereits zwei Bauchlandungen in wenigen monaten erlitten: zuerst in der ARD, zuletzt bei Sat.1. Gleiches gilt für Gottschalk: er hat seine -auch wenn es nicht mein Geschmack ist- zweifelsohne erfolgreiche Sendung ("Wetten, dass...?") wegen einer verpatzten, verantwortungslosen Wette aufgegeben. Davor zolle auch ich ihm Respekt! Aber mit seiner -im Verhältnis zu seinen bisherigen, häufig weit überzogenen Sendungen- kaum ein Augenzwinkern lange Sendung im ARD-Vorabendprogramm, kann man nur als vollständiges Desaster bezeichnen. Alles auf das Konzept, das zeitliche oder sonstige Umfeld oder was auch immer zu schieben ist zu einfach. Beide haben den Zenit ihres Erfolges überschritten und sollten sich endlich in das Rentnerdasein verabschieden, bevor sie gänzlich demontiert sind. Bei fast allen Sendern werden die altbekannten Gesichter bis zum Erbrechen für diese und jene "Konzepte" ausgequetscht. Es ist die Sucht nach der Quote! Neue Gesichter erhalten kaum eine Chance sich in dem harten TV-Geschäft bewähren zu können. Die gequälte Suche nach einen Nachfolger für Gottschalk beim ZDF hat dies eindrucksvoll gezeigt. Bereits bekannte Personen haben -vermutlich weil sie die Situation besser einschätzen als die Programmverantwortlich- dankend die Angebote abgelehnt. Nur muss Herr Lanz zeigen, ob dem (berechtigten oder unberechtigten) Druck seines übermöchtig erscheinenden Vorgängers Stand halten kann.
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