Eins Plus: Schwäbische Küche mit „Herrgotts-Bescheißerle“

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Bild: Destina - Fotolia.com
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München – Was treibt den Kommunikationsdirektor einer großen schwäbischen Autofirma dazu, ein Buch über die Schwaben zu schreiben? Langeweile? Mitnichten! Anton Hunger, in Bayern geborener Schwabe, liebt seine Württemberger und die Stuttgarter allemal.

In „Service Aktuell: Kochen“ verrät Anton Hunger, warum die Schwaben so außergewöhnlich sind. Es fängt beim Essen an: So seien zum Beispiel die Maultaschen ein Beweis für den „schlauen Geist“ der Schwaben. In den flachen Teigtaschen könne man bis heute – so der Studioexperte – vor den Augen der Obrigkeit bestens Fleisch verstecken. Denn was die katholische Kirche an fleischlosen Freitagen nicht gerne sah, wurde mit den „Mauldäschle“ über Jahrhunderte clever unterlaufen. So bürgerte sich auch die treffende Bezeichnung „Herrgotts-Bescheißerle“ ein.

In Eins Plus, dem digitalen Service- und Ratgeberkanal der ARD, erläutert der Kochfan weitere schwäbische Spezialitäten: z. B. einen „glitschigen“ Kartoffelsalat auf schwäbische Art ohne Mayonnaise oder einen „Rachenputzer“, im schwäbischen Sprachgebrauch ein saurer Wein, der einem „die Backen zusammenzieht“. Kuriose Weinlagennamen gibt es in württembergischen Landen viele. Zum Beispiel „Meimsheimer Katzenöhrle“, „Cannstatter Zuckerle“ oder „Mundelsheimer Rotzenberg“. Was man in einem schwäbischen Weinwirtschäftle auf gar keinen Fall tun sollte, erklärt Anton Hunger mit einem verschmitzten Lächeln: „sich ungefragt an einen Tisch setzen.“ Sonst, so der PR-Manager, gäbe es lange Ohren. Die Bezeichnung „Xälz“ bedeutet übrigens Marmelade.
 
Am Mo., 09.07. um 12.00 Uhr, Di., 10.07. um 16.00 Uhr, Do., 11.07. um 00.00 Uhr, Fr., 13.07. um 04.00 Uhr, und am Sa., 14.07. um 08.00 Uhr, kann der Zuschauer sich über die ungewöhnlichen Namen der schwäbischen Küche aufklären lassen. [sch]

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  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com

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