Entlastung für kleine Sender durch ARD Umlageschlüssel

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Die Intendanten der ARD haben auf ihrer Sitzung in Saarbrücken einen neuen Umlageschlüssel für das Fernsehen beschlossen, der die kleinen Anstalten Saarländischer Rundfunk (SR) und Radio Bremen (RB) finanziell weiter entlastet.

Der so genannte Fernsehvertragsschlüssel legt die prozentuale Beteiligung der neun Landesrundfunkanstalten am Gemeinschaftsprogramm Das Erste fest und bestimmt auch ihren Anteil an der Finanzierung von ARD-Gemeinschaftsaufgaben. Prof. Jobst Plog, ARD-Vorsitzender: „Größere Landesrundfunkanstalten übernehmen künftig mehr Pflichten und damit Aufwendungen für das gemeinsame Programm. Unser Ziel ist es, auf diese Weise die kleinen Sender im ARD-Verbund zu stützen, deren Einnahmen aus dem ARD-Finanzausgleich auf Veranlassung der Länder reduziert wurden.“
 
Mit dem neuen Schlüssel, der ab Januar 2005 gilt, werden die Zulieferanteile der kleinen Anstalten Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk am Gemeinschaftsprogramm abgesenkt. Auf die Sender entfallen künftig folgende Anteile: BR 15,25 Prozent, HR 7,35 Prozent, MDR 11,45 Prozent, NDR 17,45 Prozent, RB 1,00 Prozent, RBB 7,00 Prozent, SR 1,30 Prozent, SWR 17,95 Prozent und WDR 21,25 Prozent.
 
Im Rahmen der Neuregelung des ARD-Finanzausgleichs war 1999 ein Sonderschlüssel für die Umlage der Filmtochter Degeto und für den Sport beschlossen worden. Dieser Sonderschlüssel bedeutete bereits eine deutliche Entlastung für den Saarländischen Rundfunk und für Radio Bremen. Auf Antrag des SR wird die ARD ab Januar 2005 die Effekte daraus in all ihre Fernsehumlagen aufnehmen und zugleich wieder zu einem einheitlichen Schlüssel zurückkehren. [lf]

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  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com

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