Glässgen optimistisch in Verhandlungen mit der ARD finanzielle Defizite auszugleichen

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Bremen – Der finanziell unter Druck stehende Sender Radio Bremen hofft, in Verhandlungen mit der ARD einen Weg aus dieser Finanzklemme zu finden.

Radio Bremen hat seit Jahren ein finanzielles Problem, dem kleinen Sender laufen die Kosten davon.Der Haushalt sieht für 2009 Erträge i. H. v. 91,8 Millionen Euro (Vorjahr: 98,7 Millionen Euro) vor. Dem stehen Aufwendungen von 93,0 Millionen Euro (Vorjahr: 100,3 Millionen Euro) gegenüber. „Der Fehlbetrag kommt durch Differenzen zwischen der Preissteigerungsrate und der Einnahmenentwicklung zustande: Die Ausgaben steigen – inflationsbedingt – in stärkerem Maße als die Einnahmen.
 
Die von einigen Länderparlamenten noch zu beschließende Gebührenanpassung von 2009 bis 2012 beinhaltet eine Steigerung von nur 1,2 Prozent“, heißt es in einer Antwort der RB-Intendanten Dr. Heinz Glässgen auf eine diesbezügliche Anfrage von DIGITAL FERNSEHEN.
 
Die Ministerpräsidenten der Länder hatten Ende Oktober die ARD aufgefordert, Vorschläge für eine neue Regelung des ARD-internen Finanzausgleichs zu entwickeln mit dem Ziel, die kleinen Rundfunkanstalten Radio Bremen und den Saarländischen Rundfunk in Zukunft finanziell aufgabengerecht auszustatten.
 
Glässgens Sender steht seit Jahren unter Druck: „Radio Bremen muss seit Jahren mit finanziellen Engpässen fertig werden. Wir sind optimistisch, dass es Radio Bremen gelingt, durch Verhandlungen mit der ARD das Defizit auszugleichen. Der vorliegende Wirtschaftsplan ist ein Beweis dafür, dass unsere Landesrundfunkanstalt es mit seiner äußersten Ausgabendisziplin ernst meint.“
 
In seiner Auffassung ist sich Glässgen mit dem Kontrollgremium des Senders einig: „Der Wirtschaftsplan zeigt, dass Radio Bremen momentan keine bedarfsgerechte Finanzierung erhält“, erklärte die Rundfunkratsvorsitzende Eva-Maria Lemke-Schulte. „Ich hoffe, dass ein neues Modell des ARD-Finanzausgleichs in dieser Hinsicht Verbesserungen bringt.“
 
Die Erträge setzten sich im Wirtschaftsplan 2009 zusammen aus Rundfunkgebühren (41,6 Millionen Euro) und dem ARD-Finanzausgleich (24,9 Millionen Euro) sowie weiteren Erträgen z.B. aus Co-Produktionen und Co-Finanzierungen (6,9 Millionen Euro) und Kostenerstattungen aus dem Werbegeschäft der Radio Bremen Media GmbH (2,3 Millionen Euro).
 
Von den Aufwendungengehören 26,5 Millionen Euro zum Personalaufwand,66,5 Millionen Euro sind dem Sachaufwand zuzurechnen. [mg]

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