Gottschalk startet mit „Bully“ ins ARD-Vorabendprogramm

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Im Vorfeld wurde viel geworben – am heutigen Montag (23. Januar) soll es nun endlich losgehen. Um 19.20 Uhr betritt Thomas Gottschalk seine neue, viel kleinere Bühne als die von „Wetten, dass..?“ und will künftig die Zuschauer mit seiner Vorabendshow „Gottschalk live“ unterhalten.

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In seiner ersten Ausgabe solles ganz aktuell um das Promipaar Heidi Klum und Seal gehen. Das zumindest schrieb der 61-Jährige in einem Gastbeitrag in der „Bild“-Zeitung (Montagsausagbe). „Heute muss man sich Gedanken zu Heidi und Seal machen. Und ich werde das tun. Schließlich habe ich sie als Model entdeckt.“ Klum hatte vor 20 Jahren den Wettbewerb „Model ’92“ in der Fernsehshow „Gottschalk Late Night“ gewonnen.
 
Außerdem wolle Gottschalk mit Michael „Bully“ Herbig plaudern, der mit Helmut Dietl den Film „Zettl“ gedreht hat. „Und am Dienstag kommen der Armin Rohde und der Franz Beckenbauer und am Mittwoch… schaun mer mal“, so der Moderator weiter.

„Gottschalk live“ bildet das letzte Mosaiksteinchen in der großen Vorabendreform, die im Herbst 2011 begann, und nach ARD-Wünschen hoffentlich auch der krönende Abschluss sein wird. Denn Gottschalk zieht immer noch das Publikum an. Das hat im zweiten Halbjahr 2011 eindrucksvoll seine „Wetten, dass..?“-Abschiedstournee bewiesen, die dem ZDF einen lange nicht mehr dagewesenen Quotensegen brachte.
 
Und der Wechsel des 61-Jährigen vom ZDF zur ARD war immerhin, neben der Frage nach seinem „Wetten, dass..?“-Nachfolger, die meist diskutierte TV-Personalie des Jahres. Mit der Entscheidung für den ARD-Vorabend ging „Thommy“ nicht den einfachen Weg eines Engagements beim ZDF mit einigen Shows und Galas, sondern begab sich nach eigener Aussage bewusst in die „Todeszone“, wie er selber sagt.

Ein Risiko, gewiss. Aber auch eine Chance. Auf diesem ungewohnten Platz kann der Showmaster es vielleicht allen Kritikern noch einmal zeigen. Allen, die jahrelang geschrieben haben, er könne keine Interviews führen, sei schlecht vorbereitet, habe kein Interesse an Gästen und Themen, kann er jetzt das Gegenteil beweisen. Und das hat er anscheinend vor. Zwar nicht unbedingt kämpferisch, aber selbstsicher und extrem gut gelaunt präsentierte Gottschalk sich und seine Sendung Anfang Dezember einer großen Journalistenschar in Berlin-Mitte. Er kündigte eine „Wohlfühl-Halbe-Stunde vor der ‚Tagesschau'“ an. „Die Sendung ist nach hinten gezogenes Frühstücksfernsehen und eine vorgezogene Late-Night“.
 
Mit ungewohnter Offenheit präsentiert sich die Sendung seit Anfang Januar zudem im Netz: Es gibt Fotos aus dem Studio, von Redaktionssitzungen und sogar Chats mit dem Chef selbst – eine Premiere. „@Frank_Elstner war bei Wetten Dass vor mir und beim Twittern auch. Aber ich hoffe ich hole auch da noch auf, das ist my first tweet!“, schrieb Gottschalk am 10. Januar beim Kurzmitteilungsdienst Twitter und alberte einige Tage später schon mit Harald Schmidt (Twitter-Account: @patfan19801) herum: „Lieber Harald, spiele diese Woche nur vor Testpublikum, aber habe dabei immer noch mehr Zuschauer als Du. Gruß Thomas“.
 
„Thommy“ macht also ernst mit Gottschalk 2.0, wenn er auch kein Internet-Freak sei. Trotzdem: „Seit mein Sohn Tristan Ultraschallbilder vom Babybauch seiner Frau auf Facebook veröffentlicht hat, bin ich nahezu täglich auf Social-Media-Plattformen unterwegs„, gab er in einem Interview im Januar 2012 zu.
 
Ob das jedoch genügend Millionen ins Vorabendprogramm locken wird, bleibt abzuwarten. Und auch Gottschalk scheint ein wenig nervös zu sein vor seinem ersten neuen Auftritt – ruft er doch die Zuschauer in der „Bild“-Zeitung auf: „Sie dürfen alles – nur eines nicht: mich gleich beim ersten Mal fressen! Geben Sie mir eine Chance. Dafür schon mal danke!“[Patrick T. Neumann/su]

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36 Kommentare im Forum

  1. AW: Gottschalk startet mit "Bully" ins ARD-Vorabendprogramm 2 mal Werbung - 1 mal Wetter Die Sendung an sich find ich gut. Aber die Unterbrechungen machen das ganze irgendwie auseinandergezogen wie Kaugummi... Schade ...
  2. AW: Gottschalk startet mit "Bully" ins ARD-Vorabendprogramm Ja, war die 2. Werbung eine Panne oder soll das immer so laufen?
  3. AW: Gottschalk startet mit "Bully" ins ARD-Vorabendprogramm Der Zuschauer von ARD wird schneller umschalten, als es den Machern lieb sein wird.
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