Hauptdarsteller schmeißt hin: NDR muss Kult-Format einstellen

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„Neues aus Büttenwarder
Bild: NDR/Nicolas Maack
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Nach insgesamt 2500 Sendeminuten, 4000 Drehbuchseiten und 98 Folgen in 24 Jahren beendet der NDR seine Serie „Neues aus Büttenwarder“. Anlass ist die Entscheidung von Hauptdarsteller Peter Heinrich Brix, keine weiteren Folgen zu drehen.

Brix stand in allen Folgen als Bauer Arthur „Adsche“ Tönnsen vor der Kamera, bis Folge 92 gemeinsam mit Jan Fedder als Bauer Kurt Brakelmann. Die letzten vier neuen Folgen von „Neues aus Büttenwarder“ wird das NDR Fernsehen im kommenden Weihnachtsprogramm zeigen. Sie sind im Juni und Juli dieses Jahres in Granderheide und Grönwohld (Kreis Stormarn) entstanden. 

Legendär ist ‚Büttenwarder‘ nicht zuletzt auch deswegen, weil die Serie aktuelle Themen des Weltgeschehens mit norddeutschem Humor erzählt hat: Korruption, Betrug, Schmuggel, Bankenskandale und in den neuen vier Folgen der Wahlkampf – alles bekommt in ‚Büttenwarder‘ eine spezielle Bedeutung. Der Tod von Jan Fedder im Jahr 2019 war sicher einschneidend. In der Episode 92 ‚Der Tod ist ein sturer Arsch‘ nimmt ‚Büttenwarder‘ auf seine eigene Weise Abschied vom Freund und Weggefährten. 

Für die Fans von ‚Neues aus Büttenwarder‘ gibt es noch eine gute Nachricht: Im Dezember zeigen der NDR die letzten vier bislang ungesendeten Folgen der Serie im NDR Fernsehen und in der ARD Mediathek.“

Die Stimmen zum TV-Aus für „Neues aus Büttenwarder“

Frank Beckmann, NDR Programmdirektor Fernsehen: „‚Neues aus Büttenwarder‘ ist viel mehr als nur eine Serie. In zweieinhalb Jahrzehnten wurde sie zum Kult: durch äußerst liebenswerte Charaktere, die das norddeutsche Wesen trocken und oft überspitzt auf den Punkt bringen. Die Verdienste von Peter Heinrich Brix daran kann ich gar nicht genug würdigen. Dass er ‚Büttenwarder‘ verlässt, ist ein herber Verlust – ohne Adsche als durchgehende Hauptfigur möchten wir die Serie nicht weiterführen. Ich danke ihm aus vollem Herzen für sein wunderbares Schauspiel, die langjährige Treue und für alles, was er in die Serie eingebracht hat. Zugleich gilt mein Dank dem gesamten Team, das all die Jahre die Serie liebevoll begleitet und weiterentwickelt hat, unter ihnen Drehbuchautor Norbert Eberlein und Redakteurin Diana Schulte-Kellinghaus.“

Peter Heinrich Brix: „Es war für mich keine leichte Entscheidung. Aber auch schwere Entscheidungen müssen getroffen werden. Ottfried Fischer hat in einem ähnlichen Zusammenhang einmal gesagt: Nicht traurig sein, dass es vorbei ist, sondern dankbar sein, dass es gewesen ist. Es war doch eine wunderbar herrliche Zeit in ‚Büttenwarder‘!“ 

Bildquelle:

  • neues-aus-buettenwarder: NDR/Nicolas Maack

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