IBM-Supercomputer gewinnt gegen Menschen

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Der IBM-Supercomputer Watson hat am Mittwochabend gegen die beiden menschlichen Kandidaten der US-Spielshow „Jeopardy“ gewonnen. Der Computer erspielte in drei Runden ein Preisgeld von 77 147 Dollar.

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IBM hatte seinen Supercomputer gegen die beiden „Jeopardy“-Champions Ken Jennings und Brad Rutter ins Rennen geschickt. Die beiden Kandidaten können selbst auf große Erfolge bei der Quizshow zurück blicken. Jennings konnte 74 Siege in Serie einfahren, Rutter erspielte den höchsten jemals bei „Jeopardy“ ausgeschütteten Gewinn in Höhe von mehr als 3,2 Millionen US-Dollar, berichtete der Branchendienst „Heise“ am Donnerstag.
 
Doch der Supercomputer war mitnichten perfekt. So wusste Watson nicht, dass Slowenien in den EU liegt und stufte das kanadische Toronto in der ersten Endrunde als US-Stadt ein, die ihre Flughäfen nach einem Veteran und einer Schlacht im Zweiten Weltkrieg benannte. Doch grundsätzlich beantwortete das Rechentalent erstaunlich viele Fragen schnell und korrekt.

Die Quiz-Anfragen bekam der IBM-Computer als Text übermittelt, während sie den menschlichen Kandidaten vorgelesen wurden. Watson suchte danach in seinem Archiv nach Wörtern, die mit der Anfrage in Verbindung stanen. Aus 50 bis 60 ausgewählten Informationseinheiten erstellte der PC aus maximal 200 Hypothesen ein Ranking.
 
Zehntausende „Jeopardy“-Fragen halfen dem IBM-Computer zu ermitteln, welche Algorithmen welche Sorten von Fragen am besten beantworten. Die Top-3-Antworten gab das System am Bildschirm aus. Den Buzzer drückte der Roboter-Arm, wenn die Top-Antwort einen gewissen Schwellenwert überschritt.
 
Das System, auf dem Watson basiert, soll zukünftig unter anderem in der medizinischen Diagnostik eingesetzt werden. Auf der Cebit wird darüber hinaus eine kleinere, deutschsprachige Version des Computers auf dem IBM-Stand gastieren. Watsons erspielt zwar 77 000 Dollar, gewann jedoch 1 Million Dollar, die beiden anderen Kandidaten bekamen 300 000 bzw. 200 000 Dollar. Der Gewinn wurde nach Konzernangaben an zwei Hilfsprojekte gespendet. [js]

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  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com
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