„In aller Freundschaft“: Weihnachtsspecial aus der Sachsenklinik

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Dr. Heilmann aus der Sachsenklinik trifft Tierärztin Dr. Mertens – ein Weihnachtsspecial macht es möglich. In Spielfilmlänge bringt die ARD ihren Quotengaranten „In aller Freundschaft“ auf den Bildschirm.

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Über einen Ausstieg aus der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ („IaF“) denkt Schauspieler Thomas Rühmann regelmäßig nach. „Jedes Jahr setzt man sich hin und fragt sich: Kannst Du es noch? Willst Du es noch? Geht es noch? Haben die Drehbuchautoren etwas erfunden, dass man noch gerne hingeht?“ Der 56-Jährige spielt den Chefarzt Dr. Roland Heilmann und ist der Publikumsliebling in der Sachsenklinik des Mitteldeutschen Rundfunks. Die Krankenhausserie aus Leipzig läuft seit nunmehr 13 Jahren – inzwischen mehr als dreimal so lange wie die „Schwarzwaldklinik“ (1985-1989) – und fährt immer wieder Quotensiege ein.
 
Das Weihnachtsgeschenk für die Fans der Serie, die im Schnitt mehr als sechs Millionen Zuschauer einschalten, gibt es wie immer am Dienstagabend – am Tag nach dem Fest. „Was wirklich zählt“ heißt das 90-minütige Serienspecial (27. Dezember/20.15 Uhr), in dem die Macher gleich mal zwei Produktionen der Saxonia Media miteinander verknüpfen: „IaF“-Star Dr. Heilmann trifft auf „Tierärztin Dr. Mertens“ (Elisabeth Lanz).
 
Mertens soll mittels einer tiergestützten Therapie helfen, die Amnesie eines schwer traumatisierten Jungen zu lösen. Der Sechsjährige hat bei einem tragischen Autounfall seinen Vater verloren, seine Mutter erlitt lebensgefährliche Verletzungen, nur der Junge selbst blieb unversehrt. Zum allem Überfluss ist Heilmann auch an dem Unfall beteiligt gewesen: Auf dem Weg in die Klinik wurde der Chefarzt in den Crash verwickelt.

Seine Filmfigur Heilmann durchlebt schwere Zeiten – und macht ihn dabei seinem Darsteller sympathischer als in anderen Momenten. „In diesem Fall hatte er nicht viele Möglichkeiten, peinlich zu werden. In solch eine Situation möchte kein Mensch kommen – es ist einfach ein Alptraum“, sagt Rühmann. „Selbst Heilmann hatte diesmal keine Chance, stur, kleinbürgerlich oder ungerecht zu sein, sondern er musste da einfach irgendwie durch. Er kämpft an mehreren Fronten und hat es nicht leicht.“
 
Unterstützung bekommt Heilmann vor allem von seiner Frau Pia (Hendrikje Fitz) und seinem Kollegen Dr. Martin Stein (Bernhard Bettermann). Ebenfalls mit von der Partie im Serienspecial ist Schauspielerin Isabell Gerschke, die seit vergangenem Jahr für den „Polizeiruf 110“ im benachbarten Halle ermittelt.
 
Serienstar Rühmann hat es genossen, in Spielfilmlänge zu drehen. „Man kann sorgfältiger arbeiten, sich ein bisschen mehr Zeit nehmen und hat die Möglichkeit, bestimmte Dinge mehr zu betonen. Es ist halt etwas Besonderes“, sagt Rühmann, der seit Beginn an zum Personal der Sachsenklinik gehört und seinen Heilmann mal Rolli und mal Roland nennt – je nachdem ob er ihn gerade mag oder nicht.
 
Das heißt: Für mehr als 500 Episoden rund um die Probleme der Patienten und das Privatleben der Ärzte zog er sich den weißen Kittel über. Hat die Rolle ihn verändert, weil er sich nun schon so lange mit Krankheiten beschäftigt? „Eigentlich tue ich das ja nicht wirklich, man studiert ja nicht auf diese Weise Medizin“, sagt er. „Vielleicht hat die Serie dazu beigetragen, dass ich versuche, besonders gesund zu leben.“
 
Wenn er denn doch mal aus „In aller Freundschaft“ aussteigen sollte, dann will Rühmann seinen Heilmann auf keinen Fall sterben lassen. „Wenn, dann würde ich gern in Frieden gehen. Den Serientod stirbt man dann, wenn die Macher beleidigt sind, weil man aussteigt. Dann gibt es keine Rückfahrkarte mehr“, sagt er und betont: „Bis jetzt ist es so geblieben, dass ich jedes Mal gern hingehe. Und so etwas über nunmehr schon 13 Jahre – das hat man in dem Beruf nicht oft, das ist wirklich Glück.“[Dorit Koch]

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