Jauch-Vertragspoker: Entscheidung Anfang 2007 erwartet

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Berlin – Der künftige ARD-Vorsitzende Fritz Raff rechnet Anfang 2007 mit einer endgültigen Einigung des Ersten mit Günter Jauch.

Der Moderator sei allein durch seine Bereitschaft, für die ARD eine Sendung auf dem Sendplatz von „Sabine Christiansen“ zu moderieren, bereit, auf Geld zu verzichten, sagte Raff der Zeitung „Die Welt“ (Montagausgabe).

Auch werde die ARD mit Jauch „kein Problem bekommen in puncto Werbung“, versicherte der Intendant des Saarländischen Rundfunks und fügte hinzu: „Es sieht so aus, als würden wir Anfang 2007 zu einem Ergebnis kommen können.“
 
Raff unterstrich, bei einer Einigung sei er sicher, dass Jauch entdecke, „dass man in der ARD mehr machen kann als einen politischen Talk“. Zugleich betonte er, er finde es gut, dass Protagonisten, die ihr Handwerk bei der ARD gelernt und ins kommerzielle Fernsehen gewechselt hätten, wieder ins öffentlich-rechtliche System zurückkehrten. „Man sollte das als Kompliment für uns auffassend“, sagte Raff.
 
Zu Fußball-EM 2008 will die ARD laut Raff wieder um die Übertragungsrechte bieten – „aber nicht um jeden Preis“. Die ARD-Intendanten wüssten, „man muss auch verzichten können“. Wenn die Übertragungsrechte zu teuer wären, sei die ARD nicht dabei.
 
Jauch war am Wochenende wegen seiner angestrebten Doppeltätigkeit bei der ARD und weiterhin bei RTL als Moderator von „Stern TV“ und „Wer wird Millionär?“ in die Kritik geraten (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Raff löst zum 1. Januar den bisherigen ARD-Vorsitzenden Thomas Gruber turnusmäßig ab. (ddp/fr)[lf]

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