Joost ermöglicht Fernsehen 2.0

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Das Start-Up Unternehmen Joost wird das klassische Fernsehen revolutionieren. Interaktiv sollen die User am Computer frei bestimmen können, welche Sendung sie wann und wo anschauen wollen.

Mit Joost könnte die Couch-Potato-Ära bald ein Ende finden. Am Computer kann man über die Software Fernsehsendungen anschauen, und ist dabei unabhängig von Sendezeiten. Denn jeder Sender, der über Joost erreichbar sein wird, stellt nicht nur sein aktuelles, sondern auch sein vergangenes Programm zur Verfügung.
 

Parallel zur Sendung kann der User interaktiv mit anderen Nutzern chatten, die Sendung bewerten, Information via RSS-Feed auf seinen Bildschirm holen und den integrierten Instant Messenger nutzen – alles Eigenschaften, die im Web 2.0 immer häufiger und wichtiger werden.
 
Wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet, ist Joost natürlich nicht das einzige Produkt, das Fernsehen und Internet auf diese Weise verbindet. Revver, Youtube, iTunes und viele andere Konkurrenzprodukte existieren bereits auf dem Markt und bieten letztlich ähnliche Möglichkeiten. Allerdings sind entweder die Kosten wie bei iTunes oder zum Beispiel die Bildqualität von Youtube im Nachteil gegenüber Joost.
 
Denn Joost finanziert sich ausschließlich durch Werbeeinnahmen und basiert auf der so genannten Peer-to-Peer (P2P) Übertragungstechnik. Dabei werden die Daten nicht von einem zentralen Server bezogen, sondern kommen von den Festplatten aller Nutzer. Dabei ist Joost aber keine Tauschbörse: Laut „FTD“, werden bei Joost die Sendungen als Stream geliefert, und können nicht auf dem eigenen PC gespeichert werden. Damit gehen die Gründer von Joost jeglichen Urheberrechtsverletzungen aus dem Weg.

Die beiden Gründer von Joost, Niklas Zennström und Janus Friis, sind keine Neulinge in der Branche. Mit der kostenlosen Internet-Tauschbörse KaZa und dem günstigen Internet-Telefon Skype – inzwischen an Google verkauft -haben sie sich in der Branche neben viel Geld auch einen Namen gemacht. Umso größer sind die Erwartungen nun an das neue Projekt, bei dem der Fokus, nach Telekommunikation und Musikbranche nun eindeutig auf das Fernsehen gerichtet ist. [kn]

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  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com

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