Kika-Betrugsaffäre: Mutmaßlicher Komplize angeklagt

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat Anklage im Millionenbetrug beim Kinderkanal Kika gegen einen mutmaßlichen Komplizen des im Sommer verurteilten Herstellungsleiters erhoben.

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Ihm werden 48 Fälle der Bestechung und Beihilfe zur Untreue vorgeworfen, sagte der Sprecher der Anklagebehörde, Hannes Grünseisen, am Montag. Der 43-Jährige hatte die Betrugsaffäre im Oktober 2010 durch eine Selbstanzeige auffliegen lassen. Laut Staatsanwaltschaft hatte er als Geschäftsführer einer Berliner Produktionsfirma Scheinrechnungen für Dienstleistungen erstellt, die gar nicht erbracht wurden.
 
Der Herstellungsleiter hatte diese dann zur Zahlung angewiesen und hinterher mehr als die Hälfte der Summe zurückerhalten. Allein nach Oktober 2005 ist dem Kinderkanal von ARD und ZDF dadurch ein Schaden von 4,6 Millionen Euro entstanden; die Taten zuvor sind bereits verjährt.

Angeklagt ist der Fall vor dem Landgericht Erfurt, ein Termin für die Verhandlung stehe noch nicht fest, hieß es. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann mehrere Jahre Haft.
 
Der frühere Kika-Manager war im Juli zu fünf Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden wegen Bestechlichkeit und Untreue (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete). Er hatte im Prozess gestanden, den Kinderkanal mit Scheinrechnungen und fingierten Aufträgen um Millionen geprellt zu haben, um seine Spielsucht zu finanzieren. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. [dpa/js]

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