Koproduktionen von ZDF und Arte räumen Prix Italia ab

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Mainz – Mit dem Prix Italia in der Kategorie Performing Arts wurde die Produktion der „KÀ“-Show von ZDF, Arte und dem ZDF Theaterkanal des weltberühmten Cirque du Soleil aus Las Vegas ausgezeichnet.

Bei der 60. Verleihung der renommierten internationalen Auszeichnung für Radio-, Fernsehen- und Internetproduktionen wurde zudem die ZDF-Arte-Koproduktion „Shahida – Allahs Bräute“ mit dem Spezialpreis „Communication for Life“ ausgezeichnet. ZDF, Arte und ZDF Theaterkanal präsentierten in ihrem Weihnachtsprogramm 2007 die noch nie zuvor im Fernsehen übertragene Show „KÀ“ des Cirque du Soleil – und zwar auf zwei Kanälen mit Kameras vor und hinter der Bühne.

„Heute-Journal“-Moderator Claus Kleber präsentierte das Backstage-Geschehen im KÀ-Theater aus dem MGM-Grand-Hotel in Las Vegas. Die Zuschauer konnte bei der Ausstrahlung wählen, ob sie die Show aus der Zuschauerperspektive oder „hinter den Kulissen“ verfolgen wollte. Die Redaktion hatten Wolfgang Bergmann und Meike Klingenberg.
 
In der Jurybegründung heißt es Angaben des ZDF zufolge: „Diese Sendung schafft es ein Seherlebnis für das Fernsehen einzufangen und bietet dadurch ein magisches Spektakel. Für ein breites Publikum weltweit attraktiv, ist es auch ein unterhaltsames Fernseherlebnis für die ganze Familie. Regie, Komposition, Einstellungswahl und Schnitt zeigen allesamt die hohe Qualität dieser Produktion, die sich vor allem auch durch ihren hervorragenden Musikeinsatz auszeichnet. Indem diese Sendung die Trennung von Kunst und Unterhaltung aufhebt, gelingt es ihr anschaulich ein modernes Zirkusspektakel im Fernsehen zu präsentieren.“
 
Die ZDF-Arte-Koproduktion „Shahida – Allahs Bräute“ von Natalie Assouline aus Israel erhielt laut Senderangaben den Spezialpreis „Communication for Life“, für den sich 45 Dokumentationen aus zehn Ländern beworben hatten. Zwei Jahre lang habe die Regisseurin in einem israelischen Hochsicherheitsgefängnis gedreht, in dem mehr als 120 Palästinenserinnen einsitzen, die alle in Selbstmordattentate verwickelt waren. Assouline habe versucht, die „Feindinnen ihres Volkes“ zu verstehen, aber nicht zu verurteilen.
 
Dabei sei ihr ein irritierendes und erschütterndes Dokument gelungen. Auf der Berlinale hatte der Film bereits den Preis der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI) für die Sektion Forum gewonnen. Ein Datum für die Erstsendung auf Arte steht noch nicht fest (Redaktion Anne Even). Der 1948 von der italienischen Rundfunkanstalt RAI ins Leben gerufene Prix Italia wurde am 20. September, zum 60. Mal vergeben. [ar]

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