Kreml plant Staatssender für Nordkaukasus

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Die russische Regierung plant einen Staatssender für den Nordkaukasus. Mit dem Sender soll das Image des fast täglich von Anschlägen und Kämpfen erschütterten russischen Konfliktgebiets aufpoliert werden.

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Wie die russische Tageszeitung „Kommersant“ am Montag berichtete, sollen die lokale Literatur, Geschichte und Religion in dem Konfliktgebiet vorgestellt werden. Unabhängige Journalisten im Nordkaukasus klagen über Unterdrückung und Einschüchterung durch die Staatsmacht. Kritiker vermuten, dass der neue Sender ein verzerrtes Bild der Situation zeigen werde. Der Kreml wiederum wirft den Medien einseitige negative Berichterstattung vor.

Seit Jahren kommt es in den verarmten nordkaukasischen Unruherepubliken Tschetschenien, Dagestan und Inguschetien zu Gefechten. Dabei stehen sich islamistische Separatisten, kriminelle Banden und Regierungstruppen gegenüber. Die Berichterstattung über diese Kämpfe führt in Russland immer wieder zu Streitigkeiten. Erst vor kurzem hatte Regierungschef Wladimir Putin eine „objektive und ehrliche Berichterstattung“ über das Geschehen im Nordkaukasus gefordert. [mw]

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