„Manfred Krug – Eine deutsch-deutsche Geschichte“ heute Mittag bei Phoenix

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Im Rahmen des Doku-Thementag „Ansichten unserer Republik – 30 Jahre Deutsche Einheit“ läuft heute die Manfred-Krug-Doku „Eine deutsch-deutsche Geschichte“ in direkter Konkurrenz zum eigentlich Festakt.

Das „ZDF-History“ von 2017 erinnert an den beliebten Schauspieler und Sänger, dessen Todestag sich im Oktober auch wieder jährt. Der Sendeanlass der Doku ist dieses Mal aber ein anderer: der Phoenix-Thementag „Ansichten unserer Republik – 30 Jahre Deutsche Einheit“. Mit Interviews von Freunden und Weggefährten – darunter Armin Mueller-Stahl, Joseph Vilsmaier, Charles Brauer und Uschi Brüning – erzählt die Doku Krugs „deutsch-deutsche Geschichte“.

Seine schwungvollen Schlager aus DDR-Zeiten werden nämlich bis heute von Tausenden Fans mitgeträllert. Seine Filme wie „Spur der Steine“, „Auf Achse“ und „Liebling Kreuzberg“ sind Kult. Sein Leben ist einfach ein Stück deutsch-deutscher Zeitgeschichte.

Als Krug sich für den DDR-Liedermacher Wolf Biermann stark macht, bekommt er die Härte des DDR-Regimes zu spüren: Tourneen werden abgesagt, Filme nicht mehr gezeigt, Konzerte von Stasi-Leuten sabotiert. Zeitgleich beginnen Rufmord-Kampagnen, die sein Ansehen beim Publikum untergraben sollen. Krug bekommt es mit der Angst zu tun.

Der beliebteste Schauspieler der DDR stellt einen Ausreiseantrag, aber die DDR will Krug nicht gehen lassen. Als er mit seiner Familie im Juni 1977 endlich übersiedeln darf, ist dies das Ende eines monatelangen Nervenkriegs, andererseits aber auch der Start in ein ungewisses zweites Leben.

Als Kraftfahrer Franz Meersdonk, als „Liebling Kreuzberg“ und als Tatort-Kommissar Stoever spielt Krug sich schließlich auch im Westen in die Herzen der Zuschauer. Regisseur Hartmut Griesmayr und Joseph Vilsmaier, damals Kameramann bei der Fernsehserie „Auf Achse“, erzählen, wie es bei den Dreharbeiten mit „Manne“ zuging.

Bei seinem Tod am 21. Oktober 2016 trauern Fans in ganz Deutschland. „Das, was er zu DDR-Zeiten war, ‚unser Manne‘, das war er inzwischen im Westen auch“, sagt die Lektorin und ehemalige DDR-Dissidentin Krista Maria Schädlich, die alle Bücher Krugs lektoriert hat. „Er hat es geschafft, in einem Leben ein wirklich gesamtdeutscher Star zu werden.“

Zum Tag der deutschen Einheit lädt Phoenix ein zu einer 24-stündigen Expedition in eine spannungsgeladene Zeit. Bildgewaltige Dokumentationen bieten Einblicke in unser vielschichtiges Land oder schwingen sich auf zu einem Rundflug über die Ostsee, dies- und jenseits der einstigen Grenze. Nach der Krug-Doku blickt Phoenix um 13 Uhr auch noch auf die Treuhand, die die DDR-Unternehmen abgewickelt und nicht die versprochenen blühenden Landschaften hinterlassen hat. Gefolgt von der Senderpremiere „Unternehmen Einheit – wo blühen die Landschaften?“ von David Damschen um 13.45 Uhr.

Der Phoenix-Thementag „Ansichten unserer Republik – 30 Jahre Deutsche Einheit“ beginnt bereits ab 9 Uhr und dauert bis zur gleichen Uhrzeit am Folgetag.

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