Mauerbau: Eins Extra-Thema

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Zum 46. Mal jährt sich am 13. August der Tag des Baus der Berliner Mauer.

Mit vier Dokumentationen und Reportagen erinnert EinsExtra an den Tag im August 1961, der der Anfang für die mehr als 28 Jahre lange Teilung Berlins und Deutschlands war.

Grenze, Sendetermin: Samstag, 11.08.2007, 20:15 Uhr
„Grenze“ ist ein Dokumentarfilm über ein filmisch bisher nicht bearbeitetes Thema: das Innenleben der Grenztruppen der DDR in den achtziger Jahren kurz vor dem Mauerfall. Die Protagonisten des Filmes sind vier Männer, die gemeinsam mit dem Autor ihren achtzehnmonatigen Wehrdienst an der innerdeutschen Grenze absolvierten. Aus ihren Erinnerungen, damaligen und heutigen Meinungen und Gefühlen zeichnet sich ein subjektives und gerade deshalb realistisches Bild jener Zeit und der damaligen Ereignisse, konterkariert durch die scheinbar objektiven Aussagen der damals von der Militärabwehr über die gleiche Zeit angelegten Akten.

ARD-exklusiv: Rabeneltern, Sendetermin: Montag, 13.08.2007, 16:30 Uhr, Ein Film von Hans-Dieter Rutsch
 
Der Mauerbau im August 1961 trennte Tausende Familien; die Zahl der Kinder, die Opfer der Spaltung Deutschlands wurden, ist bis heute unbekannt. Ein Brennpunkt des Geschehens: Berlin. Zahlreiche ostdeutsche Eltern werden während eines Westaufenthalts vom Mauerbau überrascht – oder sie fliehen in letzter Sekunde aus dem Ostteil in den Westteil der Stadt. Kinder werden vielfach in der vermeintlich sicheren Obhut von Angehörigen zurückgelassen, um sie später nachzuholen. Doch die DDR-Behörden reagieren hart. Sie verweigern jede Form der Familienzusammenführung. Um die betroffenen Kinder beginnt eine Propagandaschlacht. Die DDR-Medien beschimpfen die aus ihrer Sicht abtrünnigen Eltern als „Rabeneltern“. Mit den Kindern als Pfand will man die Eltern zur Rückkehr in die DDR zwingen. Auch im Westen erkennen die politisch Verantwortlichen die Brisanz der Situation – und bald auch die Möglichkeit für unkonventionelle – und vor allem inoffizielle – Absprachen. Ende 1961 lässt die DDR erstmals einige Kinder in den Westen ausreisen. Doch bis zum Fall der Mauer 1989 wird es keine grundsätzliche Lösung des Problems geben.
 
Der lange Schatten der Grenze, Sendetermin: Montag, 13.08.2007, 17:30 Uhr, Ein Film von Henrike Sandner
 
1952 beschloss der Ministerrat der DDR die „Errichtung eines besonderen Regimes an der Demarkationslinie“. Schon lange vor dem Bau der Mauer sollte die innerdeutsche Grenze auf ostdeutscher Seite zu einer Sicherheitszone werden, damit ein Grenzübertritt in den westlichen Teil Deutschlands in Zukunft unmöglich wird. Innerhalb eines fünf Kilometer breiten Streifens wurden alle Bewohner politisch überprüft. Wer als unzuverlässig eingestuft wurde, musste innerhalb von 24 Stunden Haus und Hof, Freunde und Familienangehörige verlassen. „Aktion Ungeziefer“ wurde diese erste Zwangsaussiedlungsaktion genannt.
 
Leben am Todesstreifen – 40 Jahre deutsch-deutsche Grenze, Sendetermin: Montag, 13.08.2007, 20:15 Uhr, Ein Film von Steffen Schneider
 
Die innerdeutsche Grenze war ein bizarres Bauwerk: menschenverachtend, abweisend, kalt. Sie sollte ein Volk auseinander halten, mit Signalzäunen, Hundelaufanlagen und Stolperdrähten. Ein Todesstreifen, perfektioniert in vierzig Jahren DDR-Regime. Dennoch gab es immer ein Leben an der Grenze, im Osten und im Westen, einen Alltag für die Bewohner der Sperrzone, für Grenzer und Transitfahrende. Der Film erzählt unterschiedliche Geschichten von Menschen, die an der deutsch-deutschen Grenze lebten und zeigt, dass die Grenze niemals undurchlässig war und auf welch tönernen Füßen das Monstrum aus Beton und Stacheldraht stand. Am Ende führte sich dieses Bauwerk selbst ad absurdum. [mg]

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6 Kommentare im Forum

  1. AW: Mauerbau: Eins Extra-Thema Die Geschichtefälscher sind wieder am Werk. Könnte interessant werden.
  2. AW: Mauerbau: Eins Extra-Thema Wird das Kennedy Interview am Tag der Grenzschließung auch gezeigt?
  3. AW: Mauerbau: Eins Extra-Thema Hatte man ihm nicht vorgeworfen, dass er NICHTS dazu gesagt hatte? (Sorry, war damals grademal 3)
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