Mehr Shows, weniger Sitcoms: Wie ProSieben ohne Raab plant

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Ende des Jahres ist Schluss: Mit Stefan Raab verliert ProSieben sein großes Aushängeschild, doch das TV-Programm muss weiter gehen. Für die kommende Saison setzt der Privatsender dabei vor allem auf neue Shows und kauft weniger Sitcoms ein.

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Wenn ProSieben im Herbst in die neue TV-Saison startet, muss der Privatsender notgedrungen auch ein neues Kapitel in seiner Geschichte aufschlagen. Denn ab 2016 muss die rote Sieben ohne Entertainer Stefan Raab auskommen, der seine TV-Karriere nach 16 Jahren an den Nagel hängt. Für ProSieben ist das ein großer Verlust, denn mit seiner Late-Night-Show und den diversen Show-Formaten hat sich Raab zum festen Sendergesicht gemacht und regelmäßig neue Farben ins Programm gebracht.

Der Privatsender will aber auch weiterhin auf die Anziehungskraft von Unterhaltungs-Shows setzen und hat daher gleich sieben neue Formate für die neue Saison angekündigt, um die entstehende Lücke zu schließen. Neben einer neuen Variety-Show für Joko und Klaas, deren Vertrag für mehrere Jahre verlängert wurde, steht unter anderem auch „Prankenstein“ mit Lena Gercke auf dem Programm, eine Show, in der sich das Model samt Expertenteam Gemeinheiten für ahnungslose Passanten einfallen lässt.
 
Hinzu kommen die einstündigen Comedy-Shows „Der Feind in meinem Ohr“ (Arbeitstitel) mit Micky Beisenherz, eine Challenge-Show namens „Teamwork“ (Arbeitstitel), die Kuppelshow „Kiss Bang Love“ (Arbeitstitel), bei der ein Mann 15 Frauen blind küssen muss, um seine große Liebe zu finden sowie „I Know What You Want“ (Arbeitstitel), bei der fünf Promis mit allem, was Spaß macht, Deutschland begeistern müssen.
 
Mit „The Island“ (Arbeitstitel) hat ProSieben zudem eine neue Event-Show im Gepäck, bei der 14 Menschen auf einer kleinen Insel vor Panama ausgesetzt werden. Die Idee ist alles andere als neu, gab es doch vor einigen Jahren schon einmal eine Zeit, in der Insel-Shows groß in Mode waren. Genauere Details verriet ProSieben noch nicht, zu sehen sein soll das Abenteuer-Event im Herbst aber über acht Tage jeden Abend um 22.15 Uhr. Damit nimmt sich ProSieben ein Vorbild an der Programmierung vom „Dschungelcamp“ bei Konkurrent RTL, das ebenfalls täglich um diese Sendezeit läuft.
 
Zudem will ProSieben Stefan Raab einen gebührenden Abschied bereiten und zeigt bis zum Jahresende noch einige seiner Shows. So stehen noch der „Bundesvision Song Contest“ am 29. August, eine „Stock-Car-Challenge“, einmal Turmspringen und mehrere „Schlag den Raab“-Ausgaben auf dem Programm. Des Weiteren wurden auch neue Staffeln von „Germany’s Next Topmodel“, „The Voice“ und „Got to Dance“ angekündigt.
 
Auch in Sachen Serien setzt ProSieben in der nächsten Saison verstärkt auf andere Farben und kauft vor allem weniger Sitcoms ein. Mit „The 100“ kommt eine neue Krimi-Serie dazu, „The Strain“ zeigt Vampire als Monster, in „The Royals“ mimt Liz Hurley eine Königin und in „Zoo“ verschwören sich die Tiere gegen die Menschheit. Mit „Undateable“ ist nur eine US-Sitcom unter den Neuzugängen. Hinzu kommen neue Folgen von „The Simpsons“, „The Big Bang Theory“, „Under The Dome“, „Flash“, „Gotham“ und „Empire“. [fm]

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8 Kommentare im Forum

  1. AW: Mehr Shows, weniger Sitcoms: Wie ProSieben ohne Raab plant Wird das sowas wie Comedystreet für arme? Scheint so, als wenn uns da wieder eine Sendung mit Niveau erwartet. Das einzig interessante in der ganzen Aufzählung ist für mich da nur "Flash".
  2. AW: Mehr Shows, weniger Sitcoms: Wie ProSieben ohne Raab plant geht doch eh' nur noch darum, die Zeit bis zum Comeback von Stefan Raab zu überbrücken
  3. AW: Mehr Shows, weniger Sitcoms: Wie ProSieben ohne Raab plant Endlich kommen wieder die großen Abendshows! Seit dem Abgang von Wetten,dass hat dieses Genre ja leider Federn lassen müssen
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