MFD will Programmangebot bei Handy-TV erweitern

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Köln – Die Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH (MFD) will die Programmvielfalt über den DMB-Standard (Digital Multimedia Broadcasting) deutlich ausbauen.

Im nächsten Jahr plane die MFD die Ausstrahlung von bis zu acht Fernsehsendern via DMB für den Empfang am Handy, gab das Unternehmen heute bekannt.

Langfristig erwarte Geschäftsführer Henrik Rinnert sogar bis zu 40 TV-Programme über DMB, welche die MFD anbieten wolle. Dies sei technisch bereits machbar. Das Kölner Unternehmen hat sich die Sendelizenzen für ein bundesweites DMB-Netz gesichert und will nun das Sendenetz im gesamten Bundesgebiet ausbauen. Derzeit ist DMB der einzige Standard, über den Fußball, Nachrichten, Serien und Filme als Handy-TV. Seit Anfang Juni bietet MFD zusammen mit dem Vertriebspartner Debitel mit „Watcha“ einen kommerziellen Dienst für mobiles Fernsehen an.

Die rechtliche Weichenstellung für bis zu 40 TV-Programme via DMB wird derzeit von den Landesmedienanstalten vorgenommen. Eine Entscheidung über die Frequenzneuverteilung soll noch in diesem Jahr fallen. Neben DMB gibt es in Deutschland den DVB-H Standard (Digital Video Broadcasting for Handhelds) für mobiles Fernsehen. Wie bei DMB ist auch über DVB-H die Ausstrahlung einer vielfältigen Programmauswahl für mobile Empfänger technisch möglich. Im Gegensatz zu DMB ist der bundesweite Start eines DVB-H Netzes jedoch noch in der Planungsphase. Derzeit sind Lizenzen nur für die Städte Hamburg, Hannover und Berlin ausgeschrieben. Ob und ab wann eine bundesweite Ausschreibung für DVB-H beginnt, ist derzeit noch unklar. Auch die Anzahl der für das DVB-H Netz zur Verfügung stehenden Programmplätze ist noch nicht endgültig festgelegt.
 
Der Mobile-TV-Provider MFD bewerbe sich auch um DVB-H-Lizenzen. Die Transporttechnologie spiele für die Nutzer von TV-Handys zukünftig ohnehin keine Rolle mehr, betont Geschäftsführer Dr. Jens Stender. Mit nur geringem Aufwand könne schon heute ein Mobiltelefon gebaut werden, das beide Standards nutzt, um Fernsehsendungen aufs Display zu bringen.  [sch]

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