Nach Insolvenz: ZDF sucht neues „Traumschiff“

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Millionen Fernsehzuschauer kennen die MS „Deutschland“ als das ZDF-„Traumschiff“. Vermutlich müssen sie sich an ein neues Schiff gewöhnen. Grund ist die Insolvenz der Betreiber des Kreuzfahrers. Für den ist aber ein möglicher Investor in Sicht.

Das ZDF führt Gespräche über ein neues „Traumschiff“. Das sagte ein Sprecher des Senders am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Es gibt aber derzeit noch keine konkreten Ergebnisse, die wir bestätigen könnten.“ Die „Bild am Sonntag“ hatte jüngst berichtet, das ZDF plane seine Heile-Welt-Reihe künftig nicht mehr auf der MS „Deutschland“, sondern auf der „Amadea“ zu drehen.
 
 
Hintergrund sind die Auswirkungen der Insolvenz der Betreiber der „Deutschland“ und der zugehörigen Reederei. Das Schiff ist seit 1999 Drehort für die Erfolgssendung. Es ist das vierte „Traumschiff“ seit 1981 – nach der „Vistafjord“, der „Astor“ und der „Berlin“.

Auf der „Deutschland“ lasten 60 Millionen Euro Schulden, wie der Sprecher des Insolvenzverwalters am Freitag in Kiel mitteilte. Das Insolvenzverfahren am Amtsgericht Eutin ist nunmehr eröffnet. Mittlerweile gibt es aber Verkaufsverhandlungen und bereits eine Art Vorvertrag mit einem möglichen Investor. Diese Vereinbarung habe eine „gewisse Verbindlichkeit“, sagte der Sprecher. Allerdings müssten noch eine Reihe Formalien erfüllt werden. Den Namen wollte er nicht nennen.
 
Neben den Verbindlichkeiten der MS „Deutschland“ gebe auch etwa zwei Millionen Euro Außenstände, die die Reederei betreffen, erläuterte der Sprecher des Insolvenzverwalters. Allein die Beteiligungsgesellschaft habe rund 1500 Gläubiger. Sie sollen demnächst ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden. Die erste Gläubigerversammlung ist am 20. Februar in Eutin geplant.
 
Die Arbeitsverhältnisse 280-köpfigen Crew und der rund 40 Mitarbeiter in Neustadt in Holstein, wo die Reederei Peter Deilmann ihren Sitz hat, bleiben den Angaben zufolge bis auf weiteres bestehen. Die Löhne, Gehälter und Heuern sollen voraussichtlich weiterhin in voller Höhe ausgezahlt werden. Wegen der nach wie vor ungeklärten Situation des Kreuzfahrtschiffes hatte der – damals noch vorläufige – Insolvenzverwalter Ende November eine geplante mehrmonatige Weltreise abgesagt. [dpa]

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