Nach Paris: Ist die „Tatort“-Verschiebung richtig?

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Angesichts der Terrorangriffe in Paris am Freitag hat sich die ARD zur Verschiebung von zwei „Tatort“-Folgen mit Til Schweiger entschieden, die sich einem terroristischen Angriff widmen. Nick-Tschiller-Darsteller Til Schweiger stellt die Entscheidung der ARD nun in Frage und erhält dabei prominente Unterstützung.

Im Zuge der aktuellen Bilder aus Paris hat die ARD die Ausstrahlung zweier „Tatort“-Folgen mit Til Schweiger verschoben. Zu ähnlich sei die Thematik, die  der Zweiteiler behandeln würde den aktuellen Geschehnissen. Nick Tschiller, gespielt von Schweiger, soll daher erst im nächsten Jahr zum Einsatz kommen. Für die für den 22. November geplante „Tatort“-Folge springt nun Maria Furtwängler alias Charlotte Lindholm ein. Til Schweiger wehrt sich derweil gegen die Verschiebung der für den 22. und 29. November geplanten Folgen.

„Aus Respekt vor den Opfern der grausamen Anschläge von Paris haben wir die Premiere der ‚Tatorte‘ mit Til Schweiger auf das kommende Jahr geschoben“, hatte  Frank Beckmann, NDR-Programmdirektor Fernsehen, am Montag in Hamburg erläutert. „Es passt einfach nicht in diese Wochen, eine Krimireihe zu zeigen, in der es auch um einen terroristischen Angriff geht.“ Stattdessen sollen „Der große Schmerz“ und „Fegefeuer“ mit Schweiger voraussichtlich im Januar ausgestrahlt werden.

Schweiger stellt nun jedoch die ARD-Entscheidung in Frage und  kritisiert den öffentlich-rechtlichen Sender für die Verschiebung seiner zwei „Tatort“-Folgen. „Die Terror-Anschläge in Paris haben mich unglaublich wütend, traurig und fassungslos gemacht“, erklärte er gegenüber dem „Stern“. „Ich finde aber, wir sollten uns nicht von Terroristen diktieren lassen, wie wir leben sollen, uns nicht unsere Freiheit rauben lassen, und dazu gehört auch die, was wir im Fernsehen zeigen.“

Prominente Unterstützung findet Schweiger nun bei Showmaster Thomas Gottschalk, der sich bei vorangegangenen Anschlägen in einer ähnlichen Lage wie Schweiger befand. So wurde zu Beginn des Golfkrieges eine „Wetten, dass…?“-Ausgabe abgesagt. Nach den Angriffen auf das World Trade Center dagegen ging die Wett-Show auf Sendung. „Je mehr wir uns das Handeln von Terroristen diktieren lassen, desto stärker machen wir sie“, äußerte sich Gottschalk nun gegenüber der „Bild“. [kw]

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  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com

13 Kommentare im Forum

  1. Die Verschiebung ist gerechtfertigt. Seit Tagen ist im Fernsehen nichts anderes zu sehen außer Sendungen und Infos zum Terror. Da kann der Tatort mit T. Schweiger, in dem es ja auch um Terror geht, ruhig warten. Es läuft ja nicht weg. Es ist nur schade, dass Herr Schweiger damit nicht umgehen kann und wieder mal mit dem Kopf durch die Wand muss.
  2. Schade, dass sie ihn nicht ganz gestrichen haben, aber dafür war er wohl zu teuer. Ich brauche eh keinen Schweiger-Tatort.
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