Närrisch: Junge TV-Zuschauer mit wenig Interesse am Karneval

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Berlin – Mit der traditionellen Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ in der ARD erreichen die Karnevalsübertragungen am Freitag einen Höhepunkt. Doch das ZDF sendet fast nur für die reifere Generation.

Mehr als 40 Sendungen haben ARD, ZDF und die Dritten Programme in diesem Jahr für die Zuschauer vom 1. Februar bis Aschermittwoch (25. Februar) im Programm. Nach Senderangaben verfolgen vor allem die ab 50-Jährigen Prunksitzungen, närrische Hitparaden oder Rückblenden.
 
„Karneval gehört zum Unterhaltungsangebot des Ersten, deshalb werden wir die Klassiker weiterhin ausstrahlen“, sagte ARD-Sprecher Burchard Röver am Donnerstag in München. Der Sender habe 2009 sein TV-Angebot in der „Fünften Jahreszeit“ nicht ausgeweitet, fügte er mit Blick auf Karnevalsmuffel hinzu.
 
Vielmehr seien zwei Traditionssendungen aus Hessen und Baden-Württemberg bei „Mitgemacht und mitgelacht“ am Montag zusammengefasst präsentiert worden. 4,07 Millionen Zuschauer ab drei Jahren verfolgten nach ARD-Angaben die 90 Minuten, was einem Marktanteil von 12,2 Prozent entsprach. Bei der werberelevanten Gruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil jedoch lediglich bei 1,8 Prozent.
 
Das jüngere Publikum fühlt sich von den Übertragungen wenig angesprochen, was auch die Quoten der anderen bislang ausgestrahlten Karnevalssendungen in der ARD zeigen. So sahen die Ordensverleihung „Wider den tierischen Ernst“ am 9. Februar 4,13 Millionen Zuschauer (12,3 Prozent).
 
Der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen lag bei 1,9 Prozent, bei den ab 50-Jährigen bei 20 Prozent. Ähnlich sah es bei „Bütt an Bord“ am Montag aus. Unter den insgesamt 4,25 Millionen Zuschauern verzeichneten die 14- bis 49-Jährigen 2,9 Prozent Marktanteil, die ab 50-Jährigen 28,4 Prozent. [mg]

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