NDR-Rundfunkrat rüffelt Maschmeyer-Druck auf ARD-Journalisten

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Der NDR-Rundfunkrat hat das juristische Vorgehen des AWD-GeschäftsführersCarsten Maschmeyer gegen die verantwortlichen Redakteure der „Panorama“-Dokumentation „Der Drückerkönig und die Politik“ scharf kritisiert.

Die Vorsitzende des Rundfunkrates, Dagmar Gräfin Kerssenbrock, äußerte in einer Sitzung des Gremiums Befremden über den Versuch des Unternehmers, Druck auf investigativ recherchierende Journalisten auszuüben, indem ihre Arbeit mit Hilfe eines Gutachtens auf strafrechtlich relevantes Verhalten überprüft wird.

„Solche Einschüchterungsversuche und Angriffe auf die im Grundgesetz garantierte Pressefreiheit weise ich entschieden zurück“, zitierte der Sender Kerssenbrock in einer am Montag verbreiteten Stellungnahme. Unabhängig davon würden sich die Ausschüsse des Rundfunkrates sowohl mit der NDR-Dokumentation als auch mit einer Beschwerde des AWD-Sprechers Bela Anda ordnungsgemäß befassen, betonte Kerssenbrock.

Am Montagvormittag hatte der NDR angekündigt, den 30-Minuten-Beitrag aufgrund zwei von Maschmeyer erwirkten Einstweiligen Verfügungen in einer neuen Schnittfassung im Internet bereitzustellen. Bereits die Umschreibung als „Judge’s Cut“ darf als ironischer Seitenhieb gegen den AWD-Manager und seine Anwälte verstanden werden (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). [ar]

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3 Kommentare im Forum

  1. AW: NDR-Rundfunkrat rüffelt Maschmeyer-Druck auf ARD-Journalisten Was ist nur aus diesem Land geworden, wo Gauner und Betrüger der Öffentlichkeit den Mund verbieten können.
  2. AW: NDR-Rundfunkrat rüffelt Maschmeyer-Druck auf ARD-Journalisten Was ist nur aus diesem Land geworden, wenn greise Exjournalisten als fremdschamerzeugende Selbstdarsteller im Abendprogramm der ARD auftreten dürfen?
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