Neuer Schwung für Hessischen Rundfunk

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Frankfurt/ Main – Der Hessische Rundfunk (HR) will sein Fernsehprogramm im Bereich Unterhaltung wieder stärker profilieren.

Dies solle jedoch nicht zu Lasten des Informationsanteils gehen, betonten die neuen Fernsehchefs des Senders, Manfred Krupp und Alois Theisen, bei ihrem Arbeitsantritt am Montag in Frankfurt am Main. Ziel sei es, die Gesamtakzeptanz des HR Fernsehens bei den Zuschauern zu erhöhen. „Nicht sehr glücklich“ sei man damit, dass das HR Fernsehen in den vergangenen Jahren unter den dritten Programmen der ARD stets den letzten Platz eingenommen habe.
 
„Wir sind in der Unterhaltung nicht mehr so aufgestellt, wie wir das einmal waren“, räumte Krupp mit Blick auf frühere HR-Erfolgsgaranten wie „Zum blauen Bock“ und „Einer wird gewinnen“ ein. Vor allem am Wochenende sei die Akzeptanz für das HR Fernsehen zu schwach. „Wenn die Zuschauer einmal die Beine hochlegen wollen, wählen sie ein anderes Programm, selbst dann, wenn wir eine Unterhaltungssendung anbieten“, beklagte Krupp.
 
Klar sei aber auch, dass die großen Zeiten der TV-Unterhaltung „mit der Showtreppe“ nicht zurückkehren. Dies sei heutzutage nicht mehr bezahlbar, sagte Krupp. Die Zukunft, so erläuterte Krupp weiter, gehöre der regionalen Unterhaltung. Dazu zähle er Sendungen wie „Ferien in Hessen“. Derzeit würden eine ganze Reihe neuer Formate entwickelt und erprobt. Dabei schaue man sich auch in den anderen dritten Programmen der ARD nach erfolgreichen Sendungen um.
 
Im Informationsbereich genieße der HR bereits eine hohe Akzeptanz bei den Zuschauern, zeigten sich Krupp und der vom ZDF zum HR gewechselte Fernsehchefredakteur Theisen zufrieden. Als Erfolg werteten beide die Akzeptanz für das neu gestartete Magazin zur Landespolitik „defacto“ und die Entwicklung der „Hessenschau“, des abendlichen Landesmagazins.
 [mg]

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  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com

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