Privatradios wehren sich gegen regionalisierte TV-Werbung

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Mit scharfer Kritik hat die Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) auf die Pläne einiger TV-Anbieter reagiert, ihre Werbung im Kabelfernsehen zu regionalisieren. Die Interessenvertretung lokaler und regionaler Privatradios sieht darin eine Gefahr für regionale Werbemärkte.

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Im vergangenen Jahr hatte die ProSiebenSat.1-Tochter SevenOneMedia erstmals in Kooperation mit dem baden-württembergischen Kabelanbieter Kabel BW auf den Sendern ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins regionalisierte Werbespots ausgestrahlt (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete). Wie die Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk am Mittwoch verlautbarte, könnte eine Fortführung dieser Praxis die regionalen Werbemärkte gefährden.

APR-Geschäftsführer Stephan Ory merkte zur neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet an, dass die regionalen Werbemärkte nicht der Finanzierung bundesweiter Castings dienten, sondern die Finanzierungsquelle für die lokale und regionale Berichterstattung von Regional-TV und Radio seien. Er verwies dabei auf die Bestimmungen in den Landesmediengesetzen, nach denen Werbeauseinanderschaltungen nur dann zulässig sind, wenn sie in eigenständige Programminhalte aus dem regionalen oder lokalen Bereich eingebettet sind.
 
Bislang sei im Rundfunkstaatsvertrag eine entsprechende Regelung nicht notwendig gewesen, da nationale TV-Anbieter nicht die Möglichkeit hatten, ihre Angebote auseinander zu schalten. Nachdem jedoch durch die Anbindung der Kabelnetze an die Playout-Center der nationalen TV-Anbieter diese Möglichkeit nun geschaffen wurde, müsse der Gesetzgeber rasch handeln, fordert die APR. Auseinandergeschaltete Werbung dürfe nur in den landesweiten Fenstern der bundesweiten TV-Vollprogramme gesendet werden. [sv]

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