Pro Sieben zeigt Michael Mittermeiers „Safari“

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Hamburg – Künstler müssen nicht nur kreativ sein, sondern sich auch gut verkaufen. Michael Mittermeier hat seit 20 Jahren einen guten Namen und ist clever genug, sich multimedial zu präsentieren.

Seit Oktober ist er mit seinem Bühnenprogramm „Safari“ bundesweit unterwegs, in diesen Tagen bringt er die dazu gehörige DVD auf den Markt und sein alter Haussender, Pro Sieben, strahlt „Safari“ an zwei Abenden, kommenden Dienstag (20.15 Uhr) und eine Woche später, aus.

Von der TV-Ausstrahlung profitiert der 42-Jährige auch, weil er mit seiner eigenen kleinen Produktionsfirma Yoman Media an der TV-Konfektionierung beteiligt ist. Mittermeier sieht seinen Mix aus Bühne, DVD und TV aber nicht als rein wirtschaftlich ausgelegte Verwertungskette, sondern als Service: „Viele Fans haben gar keine Gelegenheit, in die Veranstaltungen zu kommen, weil sie ausverkauft sind“, sagt der Oberbayer, dessen Mimik zu einem seiner Markenzeichen geworden ist. „Daher bieten TV und DVD den Zuschauern die Möglichkeit, teilzunehmen. Die Fernsehkamera fängt im übrigen Dinge ein, die man im Theater nicht sieht.“

Der „perfekte Anarchist“ (Mittermeier über Mittermeier) ist bundesweit vor allem dank Pro Sieben bekannt geworden. Ein Sender, der in erster Linie das junge Publikum als Zielgruppe im Visier hat. Fühlt sich ein 42-Jähriger da nicht inzwischen etwas herausgewachsen und in der Pflicht, sein Berufsleben neu auszurichten? Vielleicht auch mit häufigeren Auftritten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, vielleicht sogar als neuer Partner von Mathias Richling, der für seinen ARD-„Scheibenwischer“ dringend Verstärkung sucht? „Man soll niemals nie sagen“, sagt Mittermeier. „Aber ein festes Format ist nicht mein Fall. Ich möchte für mich schreiben und selber mitproduzieren.“

Vier längere Bühnenprogramme hat Mittermeier, der mit „Zapped“ bei Pro Sieben 1999 begann, schon auf die Beine gebracht. Er freut sich, dass viele Fans ihm die Treue halten. „Das ist aber auch ein hoher Druck – die Latte liegt hoch“, sagt Mittermeier, der seit 1998 mit der Sängerin Gudrun Allwang verheiratet ist – seit diesem Jahr haben sie eine Tochter. Auf seiner „Safari“ verknüpfe „der Komiker und Kabarettist seine 20-jährige Bühnenerfahrung mit seiner großen Leidenschaft dem Reisen um die Welt“, heißt es vom Sender Pro Sieben, der nicht mehr vom „Comedian“ spricht (davon gibt es viele), sondern bewusst vom „Komiker und Kabarettisten“.
 
In seinem Programm plädiere Mittermeier für ein Auffahrrecht auf Autos mit Wackeldackel auf der Ablage, heißt es weiter. Außerdem betreibe Mittermeier Ursachenforschung und belege, dass die Klimakatastrophe etwas mit der Münchner Allianz Arena zu tun hat. Er weist auch nach, dass Italiener etwas mit Tarzan und Chinesen mit Schwaben gemeinsam haben. Ein Geheimnis rund um seinen ehemaligen Landesvater hat Mittermeier auch enthüllt: „Ich glaube, Edmund Stoiber ist in Wahrheit ein linker Kabarettist, der vor 30 Jahren beschlossen hat, die Rolle seines Lebens zu spielen und die CSU von innen zu vernichten. Er hat gute Arbeit geleistet.“[mth]

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3 Kommentare im Forum

  1. AW: Pro Sieben zeigt Michael Mittermeiers "Safari" hab das programm live gesehen - es war gut aber nicht überragend; der michi ist m. m. einer der besseren sorte in dem genre - früher war er jedoch um längen besser
  2. AW: Pro Sieben zeigt Michael Mittermeiers "Safari" Irgendwann ist alles abgefriffen. Ist doch ganz klar... Ich werde dann am Dienstag, seit sehr langer Zeit, mal wieder Pro7 einschalten und mir das ganze angucken. SG
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