Programmänderung: ARD-„Brennpunkt“ zum Flächenbrand in MV

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Aus aktuellem Anlass ändert das Erste heute sein Programm: Grund ist der Flächenbrand in Mecklenburg-Vorpommern.

So makaber es klingen mag, selten war der Titel der ARD-Sondersendung treffender als am heutigen Montag. Denn Einsatzkräfte in Mecklenburg-Vorpommern kämpfen derzeit gegen den größten Brand in der Geschichte des Bundeslandes. In Lübtheen im Landreis Ludwigslust brennt der Wald auf einer Fläche von derzeit mehr als 400 Hektar. In der Nacht wurden drei Dörfer mit rund 650 Menschen evakuiert, der Landrat hat Katastrophenalarm ausgelöst.

Die ARD ändert daher ihr Programm und sendet ab 20.15 Uhr, direkt nach der „Tagesschau“ einen „Brennpunkt“. Die nachfolgenden Sendungen verschieben sich dadurch um 15 Minuten.

Der Brand ist außer Kontrolle, zur Zeit breitet sich das Feuer wegen der großen Trockenheit und dem starken Wind schnell aus. Die Behörden rechnen mit weiteren Evakuierungen. Die Feuerwehrleute müssen 1.000 Meter Sicherheitsabstand zu den Brandstellen einhalten, weil überall im Wald Munitionsreste von Übungen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz und Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg herumliegen, von denen in den letzten Stunden auch einige explodiert sind. Bei Lübtheen unterhielt die Marine bis 1945 ihr Hauptmunitionslager, das von den Alliierten gesprengt wurde.

Auch in Brandenburg hat es Anfang Juni in einem riesigen Waldstück gebrannt, in dem Munitionsreste lagen. [bey]

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37 Kommentare im Forum

  1. Zumal es ja mehre "Brennpunkte" waren. Man sollte da auch die Bundeswehr in Regress nehmen da sie durch ihre Manöver dort dafür gesorgt hat das man jetzt nicht löschen kann.
  2. Ich dachte das waren die "Siegermächte" die damals ein Munitionslager der Wehrmacht zerstört haben ?
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