Regisseur Hanno Brühl gestorben

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Hanno Brühl, einer der bekanntesten WDR-Regisseure, ist am Dienstag, dem 5. Oktober in Köln gestorben. Der Schöpfer einer beeindruckenden Reihe dokumentarischer und fiktionaler Filme starb im Alter von 73 Jahren.

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Brühl war einer der bekanntesten WDR-Regisseure und von 1964 bis 2002 zunächst als freier Regisseur und Autor später als Regisseur in der Abteilung Regie und Realisation für den Sender tätig. „Wir trauern nicht nur um einen erstklassigen und langjährigen Regisseur, sondern auch um den sympathischen und weltoffenen Menschen Hanno Brühl“, sagte WDR-Intendantin Monika Piel. Als aufmerksamer Beobachter und ständiger Grenzgänger zwischen den Welten der dokumentarischen und fiktionalen Erzählung habe er mit seiner Arbeit Maßstäbe für den Qualitätsanspruch des öffentlich-rechtlichen Fernsehens gesetzt.

Brühl wurde am 19. Februar 1937 in Sao Paulo geboren, realisierte Kurz- und Experimentalfilme, Reportagen und bis heute zahlreiche Fernsehfilme, die stets einen Blick hinter die Fassaden der „heilen Gesellschaft“ werfen und alle im Jugendmilieu spielen. So unter anderem „Sehnsucht“ (1990), „Kahlschlag“ (1993), „Absprung“ (1996) und „Hin und Weg“ (1999) mit seinem Sohn Daniel Brühl in der Hauptrolle.

Im Krimidrama „Herzrasen“ aus dem Jahr 2000 geht es um einen jungen Mann, der immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Es folgten „Ausgerastet“ (2001) und die vierteilige WDR-Reihe „Frieden war für mich `n Stück Schokolade“ (2003). Sein Credo formulierte er 2002 anlässlich seiner Pensionierung: „Ich habe mich immer bemüht, Dokumentationen erzählerisch zu gestalten und Spielfilme realistisch.“[mw]

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