RTL-Film „IK 1 – Touristen in Gefahr“ als Serientest

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Ein Abenteuerfilm, der in Serie gehen könnte: RTL entführt die Zuschauer am Donnerstag mit der Produktion „IK 1 – Touristen in Gefahr“ nach Thailand und zeigt auf, was einem Urlauber so alles drohen kann. Doch das BKA ist schon zur Stelle.

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Der Privatsender RTL geht gerne mal an exotische Schauplätze, um deutsche Abenteuerstoffe zu drehen, aus denen bei guten Quoten eine Serie werden könnte. Diesmal war es Thailand, sogar ein echtes Militärgefängnis dort. Die Insassen wurden kurzzeitig aus-und das deutsche Filmvolk einquartiert – allen voran Schauspieler Max Kidd in der Rolle des Rucksack-Touristen Felix, der am Strand einen Einheimischen ermordet haben soll. Finstere Gestalten umringen ihn im Knast, unverhohlene Drohungen in den bösen Blicken. Aber keine Sorge: Die beiden Spezialisten vom IK 1 – der Unterabteilung „Internationale Koordinierung“ beim Bundeskriminalamt – sind schon auf dem Weg, den deutschen Landsmann zu retten.
 
Dieses IK 1 gibt es wirklich. Von dort greift man immer ein, wenn Deutsche im Ausland entführt werden oder – als Opfer oder Täter – in Verbrechen verwickelt sind. Der von Jan Martin Scharf nach einem Buch von ihm selbst und Arne Nolting inszenierte RTL-Film „IK 1 – Touristen in Gefahr“ am Donnerstag (20.15 Uhr) führt ohne Doku-Anspruch in diese Welt. Produzent Stephan Bechtle: „Unser Ziel war gute Unterhaltung, in einer ganz bestimmten Mischung.“

Ein Schuss „Traumschiff“ gehört dazu, der Hintergrund eines opulent abfotografierten exotischen Landes. Und auch ein Schuss Realität: „Das sind Situationen, in die ein jeder deutsche Tourist geraten kann. Die Deutschen sind schließlich das reisefreudigste Volk der Welt.“
 
Im Mittelpunkt steht BKA-Mann Florian Blessing, ein Einzelgänger und Edel-Chauvi, dem zu seinem Schreck eine Psychologin beigegeben wird, die von Eva Maria Grein von Friedl gespielte Nadja Hansen. Florian spart da nicht mit strammen Sprüchen, und sein Darsteller Tobias Oertel hatte seinen speziellen Spaß, mal ohne Rücksicht auf political Correctness den Macho heraushängen zu lassen: „Das Schöne an meinem Beruf: das spielen zu dürfen, was man persönlich sicher nicht ist.“ Und ebensolches Vergnügen machte ihm Florians zuweilen leicht zynischer Humor: „Der hat Stil und Hintersinn. Der ersetzt glatt Sex und Brutalität, zwei Dinge, in denen sich unser Film sehr zurückhält.“
 
Da dürfen dann zwischen den beiden ungleichen Partnern die witzigen Funken sprühen. Und das wird so weitergehen, wenn es mit „IK 1“ klappen sollte und am Donnerstagabend die Quote reicht. Schon sind acht weitere Bücher entwickelt, jeweils in einem anderen Land angesiedelt, vier in Asien, vier in Afrika. „Dazwischen mache ich Urlaub in meiner Heimat, der Rhön, oder auf meinem Balkon in Berlin-Kreuzberg“, sagt Oertel lachend.
 
Beim ersten Mal war also Thailand an der Reihe, ein ungeheuer filmfreudiges, kooperationsfreudiges Filmland, wo sich eben selbst ein Gefängnis für das Team öffnete. Und Thailänder, als Schauspieler oder als Stuntmen, waren auch beim Ensemble dabei. „Die nettesten Menschen der Welt, aber in ihrer Auffassung von Schauspielerei doch recht verschieden von uns. Die legen gern mal eine Schippe zu. Besonders die Stuntmen. Bei deren Prügelszenen meinte man, die würden einen Kung-Fu-Film aus den 70ern drehen wollen“, meint Oertel. [Paul Barz]

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1 Kommentare im Forum

  1. AW: RTL-Film "IK 1 - Touristen in Gefahr" als Serientest Nee danke, dann lieber Alarm für Cobra 11. Die neuen Folgen kommen ab dem 15.9 wieder.
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