Schauspieler und Blaubär-Stimme Wolfgang Völz gestorben

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Er lieh seine Stimme Käpt’n Blaubär und Hollywoodstar Walter Matthau. Auch mit der „Raumpatrouille Orion“ erreichte er Millionen. Aber der Berliner Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Völz konnte noch viel mehr.

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Der Schauspieler Wolfgang Völz ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Zuerst hatte die „Berliner Morgenpost“ darüber berichtet. Völz stand für mehr als 600 Fernseh- und rund 150 Kinofilme vor der Kamera.

Völz war Mitglied der „Raumpatrouille Orion“, der Butler in der ARD-Serie „Graf Yoster gibt sich die Ehre“ und Sir John in den Edgar-Wallace-Parodien „Der Wixxer“ und „Neues vom Wixxer“. Als Synchronsprecher lieh er seine markante Stimme Stars wie Walter Matthau, Peter Ustinov und Mel Brooks. Kindern war Völz als die Stimme von Käpt’n Blaubär aus der „Sendung mit der Maus“ bekannt.

Völz wurde am 16. August 1930 in Danzig geboren. Schon als Kind spielte er gern Theater, machte aber zunächst eine Bäckerlehre. In Hannover nahm Völz später Schauspielunterricht. Als Page in Schillers „Don Carlos“ gab er 1950 am Landestheater Hannover sein Bühnendebüt. Es folgten Engagements an Theatern in ganz Deutschland.

1954 schloss sich der für sein komisches Talent berühmte Völz dem Kabarettensemble „Stachelschweine“ in Berlin an. In den 60er Jahren begann seine Fernsehkarriere mit Gastauftritten in zwei Folgen von Jürgen Rolands Krimiserie „Stahlnetz“. Mit Heinz Rühmann war er in „Charleys Tante“ zu sehen.

In dem deutschen Science-Fiction-Klassiker „Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“ trat Völz dann als Leutnant Mario de Monti auf und schrieb so Fernsehgeschichte mit.

1990 wurde Völz mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Auch Völz‘ Sohn Benjamin und seine Tochter Rebecca sind Schauspieler und Synchronsprecher. In den letzten Jahren lebte Völz zurückgezogen in Berlin. Laut Medienberichten hatte er 2016 einen Schlaganfall erlitten, von dem er sich aber wieder erholte. [dpa]

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2 Kommentare im Forum

  1. Seine Rolle als Pirat Oskar in "Pippi auf Taka-Tuka-Land" sollte man auch nicht unterbewerten. Am meisten verfolgt hat ihn aber wohl die Rolle eines Wohnungsmieters in einer Großstadt, der ausgerechnet "Treppengeländer" hieß.
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