Schlechtes Omen für RTL? „Rising Star“ verpatzt US-Start

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Für RTL ist die israelische Casting-Show „Rising Star“ der große Hoffnungsträger der neuen TV-Saison, doch in den USA legte das Format nun einen alles andere als gelungenen Start hin. Ein schlechtes Omen für die Kölner?

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Casting-Shows gehören zwar schon seit vielen Jahren fest zum Programm von RTL, doch vom einstigen Glanz vieler Formate ist heute nicht mehr viel übrig. Selbst einstige Zugpferde wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder auch „Das Supertalent“ erreichen heute kaum noch Zuschauerzahlen, bei denen man von echten Hits sprechen kann. In diesem Herbst setzen die Kölner ihre Hoffnungen mit „Rising Star“ nun auf eine gänzlich neue Show, die RTL wieder zurück in den Casting-Olymp katapultieren soll. Doch die aktuellsten Nachrichten aus Übersee dürften die Euphorie in Köln vermutlich etwas dämpfen. Denn in den USA legte „Rising Star“ einen alles andere als bahnbrechenden Start hin.

Nur rund 5 Millionen US-Amerikaner zeigten Interesse an der ursprünglich aus Israel stammenden Casting-Show. Das ist zwar keineswegs ein schlechtes Ergebnis, dürfte aber doch weit hinter den Erwartungen des US-Senders ABC zurückliegen, der sicherlich ähnlich wie RTL große Hoffnungen auf „Rising Star“ gesetzt hat. Dabei muss allerdings auch beachtet werden, dass die Konkurrenz das ihre dazu getan hat, um den Start der Show auszubremsen. Denn NBC schob kurzfristig eine Sonderausgabe von „America’s Got Talent“ ein, das als etabliertes Format auch auf dem ungewohnten Sendeplatz etliche Zuschauer zu sich locken konnte.
 
Für den deutschen Privatsender, der pünktlich zur neuen TV-Saison mit „Rising Star“ an den Start gehen will, dürften die ersten Zahlen aus den USA durchaus ernüchternd sein. Diese bedeuten zwar keineswegs, dass sich die Casting-Show nicht noch entwickeln kann und erst recht nicht, dass hierzulande nicht größere Euphorie für „Rising Star“ aufkommen kann, zur Beruhigung tragen sie allerdings auch nicht bei.
 
Hinzu kommt sicherlich, dass mit „Keep Your Light Shining“ erst vor Kurzem eine andere Casting-Show mit ähnlichem Konzept gescheitert ist. Auch bei dem Format von ProSieben wurden die Zuschauer direkt während der Show mit einbezogen, denn sie stimmten während der Performance des Künstlers via App über deren Leistung ab. Das gleiche sieht „Rising Star“ vor, wenn auch in etwas abgewandelter Form. Bei den deutschen TV-Zuschauern reichte dieses interaktive Voting-Konzept allerdings nicht aus, um sie auch für die TV-Show zu begeistern. Ob RTL hier mehr Glück beschienen sein wird, ist wohl mehr als fraglich. [fm]

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4 Kommentare im Forum

  1. Wenn RTL Mut hätte, würde es die ganzen Casting-Sendungen einfach über Bord werfen. Die Ära ist nun wirklich vorbei, und bis zum Allerletzten ausgelutscht. Das spart Ärger, Mühe und Geld. Stattdessen sollte man die Kraft eher auf kreative und zukunftsfähige, nicht gekaufte Formate setzen, wobei RTL das Kreativsein auch erst mal wieder lernen muss.
  2. AW: Schlechtes Omen für RTL? "Rising Star" verpatzt US-Start Ich wäre dafür, dass man nach dem Vorbild des Nintendo Kultspiels "Bomberman" eine Realityshow in Tel Aviv, Damaskus oder Bagdad veranstaltet. Da kann sich das ganze hirnlose Gewürm jeglicher Couleur gegenseitig von der Spielfläche bomben.
  3. AW: Schlechtes Omen für RTL? "Rising Star" verpatzt US-Start Oder wie im Computerspiel Dig Dug. Freiwillige buddeln sich Tunnel durch die Erde und werden dann ganz plötzlich von Monstern gefressen.
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