Schwere Vorwürfe gegen Imago TV

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Ikke Hüftgold macht seinem Ärger über Imago TV und „Plötzlich arm, plötzlich reich“ Luft
Bild: Instagram @ikkehueftgold / Screenshot: DF
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Schlagersänger und Reality-TV-Protagonist Ikke Hüftgold erhebt auf Instagram schwere Vorwürfe gegen den Sender Sat.1 und die Produktionsfirma Imago TV. Bei den Dreharbeiten zu einem neuen Format sei es zu „Missachtung von Kindeswohl“ gekommen.

Matthias Distel, wie der Schlagersänger mit bürgerlichem Namen heißt, sollte als Kandidat der Sendung „Plötzlich arm, plötzlich reich“ seine Lebenssituation. Das heißt in dieser Sendung sollte er konkret auch seine Wohnung und sein Wochenbudget, mit einer anderen Familie tauschen. Hierbei sei es laut einem Statement des Künstlers zu „skandalösen Zuständen bei Sat1 und der ImagoTV GmbH“ gekommen. Von den „verantwortlichen Medienanstalten“ sei das Kindeswohl von zwei schwer traumatisierten Kindern mit Füßen getreten worden.

Die Wohnverhältnisse bei der Familie, mit der Matthias Distel für das Format für einige Tage die Lebenssituation tauschen sollte, hätten ihn bereits kurz nach Drehbeginn zu kritischen Gesprächen mit der Redakteurin und dem Kamerateam vor Ort veranlasst. Nach weiterer Sichtung der Wohnung und Erkund igungen im Umfeld der Familie habe er in Erfahrung gebracht, dass zwei der Kinder und deren Mutter sich in psychologischer Behandlung befänden. Dies habe die Produktionsfirma gewusst. Weiterhin habe eine Freundin der Familie ihn informiert, „dass die Kinder in der Vergangenheit durch ihren eigentlichen Vater schwerste Kindesmisshandlungen erlitten haben sollen“. Währenddessen sei es auch zu schweren Problemen bei den parallel laufenden Dreharbeiten mit der Tauschfamilie gekommen.

Imago TV räumt Fehler ein

Imago TV bestreitet in einer Stellungnahme, im Vorhinein von den desolaten Zuständen gewusst zu haben. Man wolle nun aufklären, wie es zu der Situation gekommen sei. Während Distel von vorsätzlicher Verletzung von Kindeswohl sprach, räumt Imago TV gegenüber DWDL.de „Fehler bei der Recherche“ ein. Man sei zu leichtgläubig gewesen, sei sich aber der Verantwortung bewusst und nehme diese mit höchster Sorgfaltspflicht an. Man distanziere sich „ausdrücklich von den Vorwürfen von Herrn Distel“.

Zieht Ikke Hüftgold vor Gericht?

Nachdem Matthias Distel zuerst geschrieben hatte, dass er „im Sinne aller Beteiligten kein Interesse an einer öffentlichen Diskussion habe“, habe er allerdings seine Meinung geändert, da es bei Imago TV im Jahre 2011 bereits zu einem ähnlichen Vorfall gekommen sei. Er rechne mit einem Strafverfahren wegen der Missachtung einer Vertragsklausel zu Verschwiegenheit, sei selbst zu einer Strafanzeige gegen Sat.1 und Imago TV bereit.

Bildquelle:

  • ikke-hueftgold: Instagram @ikkehueftgold / Screenshot: DF

10 Kommentare im Forum

  1. Das geht gar nicht. Einerseits sind solche Formate bedenklich, das sollte jeder wissen, der sich so etwas antut, andererseits muss man dennoch klare Grenzen ziehen. Was gegen die guten Sitten verstößt, ist zu unterlassen.
  2. Hier noch etwas ausführlicher: Missbrauchs-Vorwurf gegen Sat.1: „Kein Einzelfall”: Matthias Distel reagiert erneut
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