[Serienstart der Woche] „Caprica“: Nachschub für Galactica-Fans

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Wenn die gesellschaftliche Entwicklung nur noch von technischen, aber nicht mehr von ethischen Grenzen bestimmt wird, dann ist das Ende der Welt in Sicht. Am kommenden Freitag (1. Juli) zeigt TNT Serie die US-amerikanische Science-Fiction-Serie „Caprica“ erstmals in Deutschland. Unser „DF-Serienstart der Woche“.

„Battlestar Galactica“-Produzent Ronald Dowl Moore erschafft mit dem Prequel „Caprica“ eine Welt, in der politische Verschwörungen und familiäre Konflikte mit dem Ende der Menschheit einhergehen und so das Schicksal zweier rivalisierender Familien beeinflussen.
 
Moore entwickelte die Geschichten der 12 Kolonien mit dem Regierungsplaneten Caprica gemeinsam mit seinen Kollegen Remi Aubuchon und David Eick. Das Leben auf dem technisch fortschrittlichen Planeten Caprica spielt sich 58 Jahre vor den Geschehnissen in „Battlestar Galactica“ ab. Ein großer Vorteil für Serien-Fans ohne Vorkenntnisse, denn so muss man die Neuauflage der „Galactica“-Episoden nicht zwingend kennen.
 
Die Serie entführt ihre Zuschauer auf eine spannende Reise und zeigt, wie sich Planet und Bewohner zu einer vibrierenden, hochtechnischen und virtuellen Gesellschaft entwickeln. Doch auch, wenn die Menschen auf dem Planetensystem die Raumfahrt beherrschen, ist ihr Leben nicht weit weg von unserem. Kriminelle Machenschaften, politische Komplotte, religiöser Extremismus sowie Vorurteile und Rassismus prägen die Gesellschaft in Caprica. Vor diesem Hintergrund verkörpern zwei Familien die Hauptprotagonisten.
 
Daniel Graystone, ein Computer-Genie, hat sich dank seiner großen Erfindungen ein bedeutendes Firmen-Imperium aufgebaut. Beruflich erfolgreich, ist sein Familienleben von Problem gezeichnet. Dabei spielen besonders die Schwierigkeiten seiner Tochter Zoey eine Rolle. Die Adama-Familie wird von Joseph Adama, einem renommierten Strafverteidiger und Vater des künftigen Battlestar-Kommandanten William Adama, angeführt.
 
Als beide Familien durch einen religiös motivierten Bombenanschlag geliebte Angehörige verlieren, treten die unterschiedlichen Agenden von Daniel Graystone und Joseph Adama offen zutage. Nach der Tragödie werden Grenzen überschritten, die das Schicksal der Menschheit bestimmen. Eine exponierte Stelle nehmen dabei die von Greystone entwickelten Zylonen ein, die sich gegen ihren Erfinder-Vater stellen und damit das Überleben der Menschheit gefährden.Die Charaktere und Darsteller

 
Daniel Greystone (Eric Stoltz, „Noch mal mit Gefühl“) ist ein begnadeter Computerspezialist. Dank seiner lukrativen Erfindung des Holobands und dem Besitz mehrere Technologieunternehmen zählt er zu den wohlhabendsten Bewohnern des Planeten. Mit dem Holoband können die Mitglieder der Kolonien in eine virtuelle Realität entfliehen. Seine Pionierarbeit an Robotern kehrt sich nach dem Tod eines geliebten Menschen ins Negative um und er beginnt, die Grenze zwischen organische, und maschinelle, Leben zu übertreten.
 
Seine Frau Amanda, gespielt von Paula Malcomson („John From Cincinnati“), ist eine talentierte und erfolgreiche Chirurgin. Nach der tragischen Wendung der Ereignisse begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei liegt der Schlüssel zum Geheimnishinter dem, was Amanda über ihre Tochter Zoey weiß.
 
Die gemeinsame, hyperintelligente Tochter Zoe (Alessandra Torresani, „Happy Campers“) ist häufig in Schwierigkeiten verwickelt. Zusammen mit ihrer besten Freundin Lacy Rand besucht sie die Athena Academy. Mit dem radikalen Monotheisten Ben Stark stürzt sie sich ein eine romantische Affäre. Wie ihre Clique verbringt Zoe ihre Freizeit am liebsten im V-Club, in dem alle Fantasien mittels virtueller Realitäten verwirklicht werden können. Als sie ihr Talent für Programmierung entdeckt, beeindruckt sie damit sogar ihren genialen Vater.
 
Zoes Freundin Lacy Rand (Magda Apanowicz, „Kyle XY“) besucht wie die Greystone-Tochter aus die Athena Academy und ist mit Sam befreundet. Sie experimentiert gerne mit den Holoband und ist wie ihre Freunde oft im V-Club anzutreffen. Doch ihre radikalen Ideen könnten sie auf einen dunklen und gefährlichen Weg führen.
 
Daniel Greystones Gegenpart wird von der Figur Joseph Adama (Esai Morales, „Jericho – Der Anschlag“) verkörpert. Der nach Caprica emigrierte Anwalt finanzierte sich sein Studium durch enge Beziehungen zu kriminellen Verbindungen. Ursprünglich vom Planeten Tauron stammend, verändert er seinen Nachnamen „Adama“ in „Adams“, um sich besser in die neue Welt zu integrieren. Als das Schicksal unerbittlich zuschlägt, verbündet er sich mit Daniel Graystone. Dies führt nicht nur zu einer Zusammenarbeit, sondern auch zu Rivalitäten.
 
Sein Bruder Sam Adama (Sasha Roiz, „Across The River To Motor City“) arbeitet für die kriminellen Tauron-Organisation H’la’tha und ist maßgeblich an den tragischen Ereignissen im Leben der Familie beteiligt.
 
Die doppelzüngige und hinterhältige Clarica Willow (Polly Walker, „Rom“) spielt eine Priesterin von Athena und ist zugleich als Schuldirektorin der örtlichen Academy tätig. Trotz ihrer hohen religiösen Position birgt auch sie ein dunkles Geheimnis – im Zusammenhang mit ihrem Glauben. Angesichts ihrer engen Verbindung zu den einflussreichsten Schülern wird sie im Leben auf Caprica eine wichtige Rolle spielen. Wissenswertes zur Serie

 
„Caprica“ wurde erstmals am 22. Januar 2010 auf dem US-Fernsehsender Syfy ausgestrahlt. Trotz guter Kritiken konnte die neue Serie weder eingefleischte „Battlestar Galactica-Fans“ noch andere Fans für sich gewinnen. Somit war nach 18 Folgen und einer Staffel bereits wieder Schluss mit den Geschichten um die beiden rivalisierenden Familien.
 
Wie sich der Planet vor dem Untergang rettet, können die deutschen Zuschauer ab dem 1. Juli um 21.00 Uhr auf TNT Serie verfolgen. Der Bezahlkanal gehört zur Turner-Broadcasting-Gruppe und kann unter anderem über die Bezahlpakete von Sky, Kabel Deutschland, Kabel BW, Unitymedia, T-Home Entertain und Alice empfangen werden.
 
Die Serien-Macher setzten bei Caprica auf einen ähnlichen Erzählstil wie bei der Mutterserie „Battlestar Galactica“ selbst. Die Geschichte legt ihr Augenmerk aber verstärkt auf die Charaktere und das Leben in einer Science-Fiction-Welt. Dabei zeichnet die Kombination aus fortgeschrittener Technik und dem Mode- und Baustil der 1930er bis 1950er Jahre ein beeindruckendes Bild. „Caprica“ in Kürze

Originaltitel: Caprica | Produktionsjahr: 2009 -2010 | US-Erstausstrahlung: 22. Januar 2010 (Syfy) | dt. Erstausstrahlung: 1. Juli 2011 (TNT Serie) | endgültige Folgen: 18 in 1 Staffel | Genre: Science-Fiction, Drama, | Darsteller: Eric Scholz | Esai Morales | Alessandra Torresani | Sasha Roiz | Besonderheiten: Das Prequel „Caprica“ erzählt die Geschichte 58 Jahre vor den Geschehnissen in „Battlestar Galactica“. | Inhalt: „Caprica“ behandelt die Entwicklung einer technisch hochversierten Gesellschaft, die kurz vor der Zerstörung durch künstliche Intelligenzen steht.
 
DIGITAL FERNSEHEN stellt Ihnen an dieser Stelle immer am Sonntagvormittag die aus Sicht der Redaktion interessanteste TV-Serie vor, die innerhalb der kommenden sieben Tage im deutschen Fernsehen anläuft. Hier geht es zu „Rom“, unserem Serienstart der Vorwoche.Serienstarts im Überblick
[frt]

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28 Kommentare im Forum

  1. AW: [Serienstart der Woche] "Caprica": Nachschub für Galactica-Fans Du weisst das es nur 1 Staffel gibt?
  2. AW: [Serienstart der Woche] "Caprica": Nachschub für Galactica-Fans Na und? Ist Meckern wirklich der einzigste Lebensinhalt?
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