Sky-Studie: Jeder dritte Deutsche spendet nicht für die Natur

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Beim Thema Nachhaltigkeit sind die Deutschen gespalten: In Sachen Ernährung wird viel Wert auf ökologische Produkte gelegt, auf deren Entsorgung dagegen bei 40 Prozent nicht. Dies ergab eine Forsa-Studie im Auftrag von Sky, die im Zusammenhang mit der Doku-Offensive „Dok.tober“ steht.

Nachhaltigkeit ist für Sky das große Thema im Oktober. In der großen Sonderprogrammierung „Dok.tober“ sind den ganzen Monat täglich auf zehn Sendern jeweils ab 22 Uhr Dokumentationen und Reportagen zu diesem Thema geplant. Wie groß das Bewusstsein zu Nachhaltigkeit in der Bevölkerung ist, zeigt eine Forsa-Studie, die vom Pay-TV-Anbieter und dem National Geographic Channel in Auftrag gegeben wurde.

Dabei istden Bundesbürgern vor allem in Bezug auf die Ernährung Nachhaltigkeit sehr wichtig. Für gut 80 Prozent der Befragten sind Regionalität und Saisonalität ausschlaggebende Kriterien, etwa 50 Prozent achten auf Siegel, die auf nachhaltige oder ökologische Produkte hinweisen. Interessant: Vor allem älteren Menschen ist Nachhaltigkeit wichitg, 70 Prozent der über 60-Jährigen achten beim Kauf darauf, während von den unter 30-Jährigen nur die Hälfte darauf Wert legt.
 
Spannend sind zwei weitere Ergebnisse: Während fast alle der 1003 Befragten (96 Prozent) darauf achten, keine Lebensmittel zu entsorgen, ist die Art und Weise der Entsorgung einem großen Teil egal. Vier von fünf Deutschen trennen den Müll nicht richtig, 38 Prozent haben dabei kein schlechtes Gewissen. Dagegen spielt die Entwicklung zum smarten Wohnen für viele eine große Rolle. 90 Prozent der Befragten sind energieeffiziente Elektrogeräte wichtig, der Verzicht auf elektrische Geräte ist in einigen Bereichen auch eine Option. So verzichten 60 Prozent der Befragten auf einen Trockner.
 
In der Frage der Bereitschaft, für eine nachhaltige Umwelt zu zahlen, zeigen sich die Deutschen zwiegespalten: 36 Prozent sind nicht bereit, Geld für Naturschutzprojekte und -organisationen zu spenden, ein weiteres Drittel würde dagegen sogar mehr als fünf Euro pro Monat an diese Einrichtungen zahlen.
 
Auf einen fahrbaren Untersatz wollen dagegen die wenigsten verzichten, selbst wenn die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel umsonst wäre. Dabei ist dies eine der wichtigsten Vorgaben des Konzepts „Smart City“. Wie dieses funktionieren kann, zeigt die Dokumentation „Durban: Leben in der Smart City“ am 13. Oktober ab 22 Uhr am Beispiel der südafrikanischen Stadt Durban. [buhl]

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