„Soko Leipzig“ feiert heute mit Koks-Krimi 20. Jubiläum

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Soko Leipzig Team © ZDF/Thomas Leidig
© ZDF/Thomas Leidig
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In 450 Fällen haben die „Soko Leipzig“-Kommissare schon ermittelt. Das Ende ist noch lange nicht in Sicht. Zu Beginn der Jubiläumsstaffel kommt eine „Soko„-Kennerin zu Wort, die so alt ist wie die Serie.

Freitagabende sind Nadine Triemer heilig. Und das, obwohl bei ihr zuletzt viel im Wandel war. Erst das Abitur, dann der Umzug in eine andere Stadt – den Freitagabend verbringt sie dennoch vor dem Fernseher. Der Grund: „Soko Leipzig“.

Der feste Termin um 21.15 Uhr markiert in dieser Woche ein besonderes Ereignis. Die ZDF-Serie feiert nämlich mit der Folge „Take Away“ 20. Jubiläum und ist damit fast exakt gleich alt wie ihr großer Fan. „Erstaunlicherweise bin ich sogar ein paar Monate älter als die Serie“, so Triemer. „Man kann sagen, ich bin mit der Serie erwachsen geworden.“

An den Start gegangen sind die Leipziger Ermittler im Frühjahr 2001, damals als Ableger der Münchener „Soko 5113“ (später „Soko München“). Viele Jahre später erzielen die Krimigeschichten aus Sachsen noch immer gute Quoten. Etwa die vergangene Staffel sahen nach Angaben der Produktionsfirma im Schnitt mehr als fünf Millionen Zuschauer.

Herbert Feuerstein in Begleitung © ZDF/Uwe Frauendorf
Herbert Feuerstein spielte 2009 an der Seite dieser netten Kollegin bei „Soko Leipzig“ mit. © ZDF/Uwe Frauendorf

Fragt man Nadine Triemer, wie sie auf die Serie gekommen ist, muss sie schmunzeln. Die Geschichte sei „super langweilig“, aber am Ende hätten doch ihre Eltern sie inspiriert. „Irgendwann war es dann so, dass die Folge ‚Istanbul Connection‚ wiederholt wurde. Das war irgendwann um 2012. Das war das erste Mal, dass ich mich so richtig in die Serie verliebt habe“, sagt sie rückblickend.

Obwohl die besagte Folge bereits im Herbst 2008 erstausgestrahlt wurde, kann sich Hauptdarstellerin Melanie Marschke noch gut an die Dreharbeiten erinnern. Sie spielt Soko-Kriminalhauptkommissarin Ina Zimmermann und ist seit Beginn der Serie dabei. „Die zählt auf jeden Fall zu meinen Highlights“, betont sie im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Bei „Istanbul Connection“ handelt es sich um eine Soko-Spezialfolge in Spielfilmlänge. Ina Zimmermann ist zu Beginn mit ihrem Freund Faruq Arat (Erdal Yildiz) auf einer Hochzeit. Nachdem Angreifer den Saal stürmen und den Bräutigam töten, treffen Kugeln später auch die damalige Oberkommissarin Zimmermann.

„Ich wurde angeschossen sozusagen, also ich wurde physisch verletzt und emotional“, erinnert sich Marschke. In den 90 Minuten trifft es schließlich auch Zimmermanns Freund. „Der Mann, den ich, den ich geliebt habe, den ich heiraten wollte, der wurde vor meinen Augen erschossen.“

In diesem Jahr fallen die Feierlichkeiten zum „Soko“-Jubiläum wegen Corona kleiner aus. „Wir müssen auch vorsichtig damit umgehen und können natürlich nicht eine Riesensause machen“, sagt Marco Girnth, der den Ermittler Jan Maybach spielt. Girnth zählt wie Marschke zum Urgestein. Zur Jubiläumsfolge gerät sein Charakter zunehmend ins Zwielicht.

„Maybach hat ein kleines Drogenproblem“, erklärt Girnth. In der Auftaktfolge zur neuen Staffel „Take Away“ sind er und sein Kollege Tom Kowalski (Steffen Schroeder) an einem freien Tag in einer Leipziger Pizzeria. Dann werden sie vom Alltag eingeholt. Zu allem Überfluss gelingt Maybach im Verlauf der Folge der Spagat zwischen Ermittlungen und der Verschleierung seiner Kokainsucht immer weniger.

„An sich achten die Autoren echt gut darauf, dass alles zusammenpasst“, lobt „Soko“-Kennerin Triemer. So habe schon die Ex-Frau von Oberkommissar Maybach Koks genommen. „Jetzt ist er selbst süchtig.“ Wenn sie so über die Reihe spricht, klingt es wie bei einer internationalen Produktion von Netflix oder Amazon Prime Video.

„Soko“-Fans treffen sich ihren Worten zufolge vor allem im Netz. Aktiv postet Triemer demnach auf Youtube oder Instagram. Die Chatgruppe bei Whatsapp gründete sie im Jahr 2014. „Mittlerweile sind wir jetzt in der Gruppe etwa 80 Leute in einer Altersspanne von elf bis über 30 Jahre. Das ist schon ein besonderer Kreis an Menschen.“

Der „besondere Kreis an Menschen“ muss sich in der aktuellen Staffel aber auch von einem bekannten Ermittler-Gesicht verabschieden. Steffen Schroeder alias Hauptkommissar Tom Kowalski wird die Serie zum 24. September verlassen. Etwa zehn Jahre war Schroeder in der Rolle des ungestümen Ermittlers Teil der „Soko Leipzig“. Wie genau Kowalski sich aus der Reihe verabschieden wird, das will der Schauspieler nicht verraten. „Also sterben tut er nicht. Das kann man sagen“, versichert Schroeder aber.

Als herauskam, dass Kowalski aus dem Ermittlerteam ausscheiden wird, war Nadine Triemer gerade auf dem Weg zu ihrer mündlichen Abiturprüfung in Englisch. „Ich weiß jetzt schon, wenn Steffen dann tatsächlich weg ist, werde ich erstmal heulen“, sagt sie.

Seinen Nachfolger, Johannes Hendrik Langer, lernte Triemer kennen, als sie im Herbst vergangenen Jahres ein Praktikum beim Produktionsteam der „Soko“ machte. An der Faszination für die Geschichten der Leipziger Ermittler werde der neueste Darsteller-Transfer nichts ändern, betont sie.

[Jonas Klüter]

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1 Kommentare im Forum

  1. "So habe schon die Ex-Frau von Oberkommissar Maybach Koks genommen" Das wüste ich aber. Das war diese irgendwann Freundin. Lutz
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