Spanischer TV-Sender muss Urteil in Nachrichten verlesen

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Ein spanischer Fernsehsender muss an sechs Tagen in seinen Nachrichten ein Gerichtsurteil verlesen, das gegen die Anstalt verhängt wurde. Der Sender wurde wegen übler Nachrede verurteilt.

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Der oberste Gerichtshof der Region Valencia sah es der am Donnerstag bekanntgewordenen Entscheidung als erwiesen an, dass der staatliche Sender Canal 9 in seiner Berichterstattung über einen spektakulären Mordprozess im Jahr 1997 üble Nachrede betrieben hatte.

In einem Programm des Senders hatten ein Kriminalexperte und der Vater eines Mordopfers der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei vorgeworfen, bei ihren Ermittlungen Beweismittel und Zeugenaussagen manipuliert zu haben. In dem Mordprozess war es um den Tod von drei Mädchen im Alter von 14 und 15 Jahren gegangen, die 1992 in Ostspanien in der Gegend von Valencia auf dem Weg zu einer Diskothek von zwei Männern verschleppt, vergewaltigt und getötet worden waren.

Einer der Täter wurde zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt und befindet sich nach wie vor in Haft. Sein mutmaßlicher Komplize wurde bis heute nicht gefasst. Der TV-Sender, der Regionalregierung von Valencia untersteht, kündigte an, dass er der Entscheidung der Richter Folge leisten werde. [dpa/su]

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