Staeck: „Öffentlich-rechtlicher Rundfunk bedeutende demokratische Errungenschaft“

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Leipzig – Klaus Staeck, Präsident der Berliner Akademie der Künste, hat die privaten Sender für ihr Programm kritisiert und fordert von den Öffentlich-Rechtlichen mehr Programm-Qualität und eine Rückbesinnung auf unabhängigen Journalismus.

Wieso er die Einführung des Privaten Rundfunks in Deutschland als Sündenfall bezeichnet, erklärt Staeck im Interview mit DIGITAL FERNSEHEN: „Sündenfall deshalb, weil ich den öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer noch für eine der bedeutendsten demokratischen Errungenschaften der Bundesrepublik halte, die es zu verteidigen gilt.Dieses System wurde eingeführt, um den Gebühren zahlenden Zuschauern und Zuhörern eine Garantie auf Bildung, Kultur und Unterhaltung in den Programmen zu geben.“

Die Privaten kritisiert er vor allem wegen ihrer Programmstrategie, Zuschauer um jeden Preis vor die TV-Geräte zu locken: „Wichtigstes Ziel des Privaten Fernsehens ist es von Anfang an, die Zeit zwischen zwei Werbeblöcken so zu füllen, dass die Zuschauer dranbleiben. Egal um welchen Preis der Ethik und des schlechten Geschmacks – um es mal auf den Punkt zu bringen.“
 
Die öffentlich-rechtlichen Sender sieht Staeck zunehmend der Gefahr ausgesetzt, in eine Art „Verflachungsspirale“ zu geraten. „Es wäre eine fatale Entwicklung, wenn die Verantwortlichen der öffentlich-rechtlichen Anstalten das Fernsehen als wichtigstes Medium der Alltagskultur nicht mehr ernst genug nehmen würden“, konstatiert Staeck abschließend gegenüber DF.
 
Das vollständige Interview lesen Sie morgen auf www.digitalfernsehen.de. [cg]

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  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com

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