Startup beschwert sich über „Höhle der Löwen“-Rauswurf

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Ein Augsburger E-Learning-Startup ist aus „Die Höhle der Löwen“ gestrichen worden. Während die Macher der Vox-Show von normalen „TV-Gepflogenheiten“ sprechen, zeigen sich die Beinahe-Show-Kandidaten enttäuscht, verärgert sowie auch finanziell verschaukelt.

Spot gedreht – aber nicht gesendet: Das junge Unternehmen „Studyflix“, das sich von der Vox-Existenzgründershow „Die Höhle der Löwen“ einen Sprung nach vorn erhofft hatte, muss auf die Ausstrahlung des fertig gedrehten Beitrags für die Sendung verzichten. Die Absage sei eine schlichte „Standard-Mail“ ohne Begründung gewesen, teilte Geschäftsführer Benedikt Bergner am Dienstag in Augsburg mit. „Wenige Tage vor der potenziellen Ausstrahlung war das ein herber Rückschlag für das Team.“

In der populären Vox-Show, die immer dienstags um die drei Millionen Menschen verfolgen, prüfen mehrere Investoren die Geschäftsideen meist junger Firmengründer auf Herz und Nieren und entscheiden sich danach, ob sie investieren wollen oder nicht. Bei „Studyflix“ handelt es sich nach eigenen Angaben um eine für Studenten kostenlose E-Learning-Plattform. Die Investitionen zur Vorbereitung auf den Ansturm nach der Vox-Ausstrahlung hätten im fünfstelligen Bereich gelegen, so Bergner.

„Wir können die Enttäuschung der Gründer darüber, dass ihr Pitch nicht gesendet wird, verstehen“, teilte ein Vox-Sprecher auf Anfrage mit. „Es gehört jedoch zu den grundlegenden Fernseh-Prinzipien, dass bei TV-Produktionen immer mehr Drehmaterial aufgezeichnet wird, als am Ende ausgestrahlt werden kann.“ Die verfügbare Sendezeit sei endlich, es gebe auch dramaturgische Gründe. Dies komme in jeder Staffel vor. Überrascht worden sei aber niemand, „denn wir sprechen mit den Gründern natürlich noch vor Teilnahme an der Show ganz offen über diese TV-Gepflogenheit“, hieß es weiter. [dpa]

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12 Kommentare im Forum

  1. Und warum geschah das offenbar so spontan, dass diese Gründer sogar noch in der Fernsehzeitschrift erwähnt werden?
  2. Vielleicht hat sich bereits jetzt schon nach dem Dreh gezeigt, dass das Produkt bzw. die Investition nicht lohnenswert war oder ein Fehler war? Da das Startup nun keine Werbezeit mehr bei Vox bekommt, versucht man eben so bekannt zu werden und die "Presse" von heute freut sich über jeden Inhalt der keine Kosten verursacht.
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