„Tatort“ in Bremen: Ermittler rollen alten Fall wieder auf

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Alte Schuldgefühle und Zweifel: Die Bremer Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) und ihr Kollege Stedefreund (Oliver Mommsen) werden im neuen ARD-„Tatort“ von einem ungelösten Mordfall aus der Vergangenheit eingeholt.

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So hat man die Bremer „Tatort“-Ermittler lange nicht mehr gesehen. Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) trägt einen beigen Wollmantel, ihr Kollege Stedefreund (Oliver Mommsen) einen Seitenscheitel und dichten Bart. Für ihren neuen Fall mussten die TV-Polizisten ihre alten Kostüme wieder hervorholen, denn in „Die Wiederkehr“ verfolgt sie an diesem Sonntag (20.15 Uhr, ARD) eine alte Geschichte. Ein spurlos verschwundenes Mädchen taucht nach vielen Jahren plötzlich wieder auf. Doch wer ist die junge Frau wirklich?

Die Kommissare nehmen die Ermittlungen wieder auf – und Lürsen plagen erneut die alten Schuldgefühle und Zweifel. Rückblende (mit alten Kostümen): Als die kleine Fiona Althoff 2005 verschwindet, gerät ihr Vater unter Mordverdacht. Er ist in der Nacht sturzbetrunken und kann sich an nichts erinnern. Lürsen setzt ihm im Verhörraum unter Druck. Kurz darauf erhängt er sich in seiner Zelle. Zehn Jahre später klingelt eine junge Punkerin mit pinkem Haar, Nietenhalsband und Lederjacke bei Familie Althoff. Ein Gen-Test beweist: Es ist Fiona (Gro Swantje Kohlhof). Ihr Vater war also unschuldig.
 
Fionas Mutter, Silke Althoff (Gabriela Maria Schmeide) erhebt schwere Vorwürfe gegen die Ermittler. Auch die Medien und der Polizeipräsident haben einige Fragen: Haben die Kommissare damals beharrlich genug nach dem Mädchen gesucht? Und tragen sie eine Mitschuld am Selbstmord des Vaters? Für Inga Lürsen ist das schwer zu verkraften. Sorgenfalten graben sich tief in ihre Stirn. Trotzdem bleibt sie skeptisch, und schon bald kommen erste Ungereimtheiten auf.
 
Regisseur Florian Baxmeyer („Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer“, 2012) inszeniert die Radio Bremen-Produktion als einen bis zum Ende spannenden Psycho-Thriller mit nur kleinen logischen Schwächen. Lange Zeit lässt er den Zuschauer im Ungewissen, ob Fiona die Wahrheit sagt und was sie wirklich plant. Ein verstörendes Ende löst alles auf und zeigt, welche Tragödien sich in scheinbar ganz normalen Familien abspielen können. Dabei geht Baxmeyer ganz nah an die Figuren heran und rückt ihre Gefühle in den Vordergrund.
 
Für den Bremer „Tatort“ ist das ein eher ungewöhnliches Format, denn oft behandelt er politische Themen wie die Weservertiefung, Flüchtlinge oder die Neonazi-Szene. So wird es auch in der nächsten Folge wieder sein, wie die zuständige Redaktionsleiterin Annette Strelow jetzt schon verrät. Diesmal soll es um Windkraft gehen. Voraussichtlich Anfang Juni wird die ARD „Gegenwind“ ausstrahlen.

[Irena Güttel/lf]

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4 Kommentare im Forum

  1. AW: "Tatort" in Bremen: Ermittler rollen alten Fall wieder auf Wunderbar endlich wieder ein Bremer Tatort ! frankkl
  2. AW: "Tatort" in Bremen: Ermittler rollen alten Fall wieder auf Den Bremer Tatort habe ich schon lange nicht mehr gesehen, für mich ist Sabine Postel eine grausame Schauspielerin ohne Talent. Die hat ständig die Mundwinkel unten wie Angela Merkel und ist nur am Meckern und Pöbeln, kann die überhaupt Lachen? Ich habe noch nie verstanden, wie so jemand Schauspieler werden kann...
  3. AW: "Tatort" in Bremen: Ermittler rollen alten Fall wieder auf wenn der Regisseur die Rolle so definiert dann macht sie einfach nur ihren Job. Den Tatort fand ich gut - auch ohne Klamauk oder klassischen Mordfall sehr spannend.
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