„Tatort“ soll experimenteller werden

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Bild: © ARD/SF DRS/ORF/WDR
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Der ARD-Fernsehfilmkoordinator Jörg Schönenborn will weiterhin Experimente beim „Tatort“ zulassen.

„Wir müssen den Mut haben zu irritieren und zu strapazieren, denn sonst wird der „Tatort“ irgendwann etwas fürs Museum“, sagte der 56-Jährige der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des 50. Jubiläums der beliebtesten TV-Reihe der Deutschen. „Wir brauchen eine bestimmte Zahl von Filmen, die ausprobieren, die Kreativen die Chance geben, sich zu verwirklichen – auch wenn das manchmal vielleicht ungewollte Folgen hat:

Mal irritiert es oder man versteht den Sinn, den Text nicht, wenn es zu mundartlich wird.“ Kritik daran müsse die ARD dann auch aushalten. 

Schönenborn ist WDR-Programmdirektor und seit 2019 auch ARD-Koordinator Fernsehfilm. Im Ersten moderiert er regelmäßig Wahlsendungen und den „Presseclub“.

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  • Tatort-Logo-Vorspann: © ARD/SF DRS/ORF/WDR

23 Kommentare im Forum

  1. Nein, eben nicht. Das Tatort-Publikum ist zumeist konservativ und möchte spannende, nachvollziebare und realitätsnahe Aufklärungs-Tatorte sehen. Wenn Herr Schönborn meint, Jugendliche und junge Erwachsene für den Tatort gewinnen zu können, so irrt er sich: die bleiben im Internet oder bei netflix/Amazon Prime. Hat man überhaupt eine unabhängige Zuschauerbefragung in Auftrag gegeben, die seine Freude am Experiment stützen? Ich denke , eher nicht.
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