Tiersendung auf Vox erzürnt Zuschauer und ruft LfM auf den Plan

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Die Vox-Sendung „Hundkatzemaus“ hat mit ihrer Ausgabe vom 31. März 2012 den Zorn der Zuschauer erregt und die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) auf den Plan gerufen. Der Grund: In besagter Ausgabe sei in undifferenzierter Art und Weise über Jäger im Zusammenhang mit der Tötung von freilaufenden Haustieren berichtet worden.

Wie die LfM am Mittwoch bekannt gab, hatte der Privatsender Vox am 31. März 2012 in einer Ausgabe des Tiermagazins „Hundkatzemaus“ über Jäger berichtet, die auf frei laufende Hunde und Katzen schießen. Die Berichterstattung startete dabei mit einführenden Informationen, wonach in Deutschland jährlich schätzungsweise 40 000 Hunde und 350 000 Katzen von den etwa 350 000 aktiven Jägern erschossen werden, wobei es zu den erschossenen Haustiere keine statistisch belegbaren Zahlen gäbe. Im Anschluss daran hätte der Sender einige stark dramatisierte und emotionalisierte Beiträge mit „nachgestellten Szenen“ gezeigt.

So sei im ersten Beitrag eine Familie gezeigt worden, die sich schockiert darüber zeigte, dass die Katze ihrer Nachbarin erschossen aufgefunden wurde. Nach Bildern der noch noch lebenden Katze, untermalt mit trauriger Musik, sei im Anschluss die abrupte Überblendung zu einer Kneipenszene erfolgt, in der sich alkoholisierte Jäger über unkontrolliert freilaufende Haustiere im Wald unterhalten hätten. In einem zweiter Beitrag sei anschließend dargestellt worden, wie ein Jäger einen Hund erschießt, der sich beim Gassi-Gehen im Wald kurzzeitig von seinem Herrchen entfernt hatte.

Die LfM reagierte nach eigenen Angaben auf die Beschwerde zahlreicher Zuschauer, wonach die Darstellung des Sachverhalts in der Sendung einseitig und diffamierend gewesen sei. Die Anstalt kontaktierte daraufhin Vox aufgrund eines möglichen Verstoßes gegen die journalistische Sorgfaltspflicht und erreichte damit die umgehende Entfernung des Beitrags aus der Mediathek des Senders. Zusätzlich habe Vox eine ergänzende Berichterstattung zu dem Thema im Internet veröffentlicht. Aufgrund der umgehenden Handlungsweise des Senders sehe die LfM von einer weiteren Verfolgung des Sachverhalts ab.

Regelmäßig kommt es vor, dass sich TV-Zuschauer bei der LfM über diffamierende, vulgäre oder pornografische Inhalte im Fernsehprogramm beschweren. Derartige Beschwerdefälle und ihre medienrechtliche Bewertung durch die LfM listet die Anstalt im so genannten Prüfreport für Beschwerdefälle auf. Die zweite Ausgabe des Reports liegt mittlerweile als Online-Publikation auf der Internetseite der LfM vor. [ps]

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42 Kommentare im Forum

  1. AW: Tiersendung auf Vox erzürnt Zuschauer und ruft LfM auf den Plan Ich denke auf Zuschauer die das abknallen von Tieren als Sport betrachten, kann VOX ganz gut verzichten und die Strfe zahlt man ah aus der Portokasse.
  2. AW: Tiersendung auf Vox erzürnt Zuschauer und ruft LfM auf den Plan Und was ist mit den Tierhaltern die ihre Hunde im Wald nicht anleinen, und nicht unter Kontrolle haben? Als Radfahrer kann ich da ein Lied von singen. Du fährst (Schritttmpo!) mit dem Rad vorbei, und plötzlich rennt der Hund dir nach und kläfft. Ein Haustier das seine Jagdinstinkte nicht unter Kontrolle hat, gehört im Wald an die Leine, oder vor die Flinte!
  3. AW: Tiersendung auf Vox erzürnt Zuschauer und ruft LfM auf den Plan Ach ja, immer wieder die Radfahrer. Jetzt regen sie sich schon auf, weil im Wald ein Hund frei rum rennt. Was haben die Radfahrer im Wald zu suchen, kann man genauso fragen. Der Wald ist zum spazieren da, auch mit dem Hund. Man muss ihn ja schon in der Stadt anleinen. Also kann er auf freier Flur (auch Wald) auch mal stöbern gehen. Den Drahtesel kann man in der Stadt lassen. Zur Sendung, welche ich nicht gesehen habe, kann ich keine Angaben machen.
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