TV-Quoten: Champions League schwächelt ohne Bayern

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Statt Bayern oder BVB zeigte das ZDF in dieser Woche das Champions League Spiel von Bayer Leverkusen live. Die Kicker konnten zwar den Platz an der Quoten-Sonne behaupten, die Zuschauerzahlen lagen aber deutlich unter dem Niveau, das die Champions League sonst erreicht.

Nachdem Dortmund und Schalke bereits am Dienstag zum nächsten Champions-League-Spiel antreten mussten, konnte das ZDF am Mittwochabend zwischen Bayern und Bayer Leverkusen für die Live-Übertragung im Free-TV wählen. Doch da der amtierende Titelverteidiger in Russland schon um 18.00 Uhr anstieß, gab es daher Leverkusen gegen Manchester United im öffentlich-rechtlichen Abendprogramm zu sehen – mit Folgen für die Quoten. 5,59 Millionen Fußball-Fans ließen sich die Partie beim ZDF nicht entgehen, die Sehbeteiligung lag bei 18,7 Prozent. Damit holte sich die Königsklasse zwar wie gewohnt den Posten des Tagessiegers, im Vergleich zu den sonstigen Übertragungen blieb die Champions League diesmal aber hinter dem Soll zurück.

In der Zielgruppe musste sich König Fußball sogar RTL geschlagen geben. Mit 1,61 Millionen Zuschauern und 13,7 Prozent Sehbeteiligung reichte es für den Sport am Dienstagabend nur für den zweiten Rang. Der erste Platz zur Primetime holte sich „Christopher Posch – Ich kämpfe um Ihr Recht!“. Die RTL-Sendung erreichte ab 20.15 Uhr 1,67 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren, die dem Rechtsanwalt 14,1 Prozent Marktanteil bescherten. Insgesamt reihte sich „Christopher Posch“ mit 10,8 Prozent bei 3,39 Millionen Zuschauern ab drei Jahren eher im Mittelfeld ein.
 
Mit Problemen kämpfte dagegen Peter Zwegat. „Raus aus den Schulden“ erreichte im Anschluss nur 2,98 Millionen Interessenten. Die Quote blieb mit 9,8 Prozent im einstelligen Bereich hängen. In der Zielgruppe kam der Schuldenberater immerhin auf 11,2 Prozent bei 1,34 Millionen Zuschauern.
 
Die ARD begann das Abendprogramm derweil mit einem „Brennpunkt“ zum neuen Koalitionsvertrag von SPD und CDU/CSU. 4,23 Millionen Zuschauer ab drei Jahren ließen sich die Sondersendung nicht entgehen und bescherten der ARD ab 20.15 Uhr damit eine Sehbeteiligung von 13,5 Prozent. Im Anschluss ging es dann mit dem Film „Grenzgang“ weiter, der noch auf 3,72 Millionen und 12,3 Prozent kam.
 
Für ProSieben endete am Mittwoch derweil eine kleine Odyssee, denn nach zuletzt äußerst schlechten Wochen und einer Sendeplatzverschiebung ging endlich „Fashion Hero“ zu Ende. Nur noch 0,72 Millionen Zuschauer waren beim Finale dabei, die Quote lag bei unterirdischen 3,0 Prozent. In der Zielgruppe sah es mit 5,3 Prozent bei 0,50 Millionen ebenfalls düster aus. Zuvor konnte der Privatsender aber mit „Der Babynator“ noch ein paar Punkte sammeln. Der Spielfilm kam um 20.15 Uhr auf 1,49 Millionen Interessenten aus dem jüngeren Publikum und brachte ProSieben eine Quote von 12,5 Prozent ein. [fm]

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3 Kommentare im Forum

  1. AW: TV-Quoten: Champions League schwächelt ohne Bayern Bayer ist nun mal nicht Bayern Bayern hat mehr Fans, und Anti Fans. Vizekusen ist nun mal kein Zuschauermagnet. Kann das ZDF nicht auch ein 18 Uhr Spiel zeigen ?
  2. AW: TV-Quoten: Champions League schwächelt ohne Bayern Rein theoretisch schon, aber das ZDF hatte gehofft, dass das 20.45 Spiel Leverkusen - Manchester eine höhere Quote erzielt als das 18 Uhr Spiel Moskau - Bayern. Jetzt im nachhinein kann man sagen, dass sich das ZDF damit ein Eigentor geschossen hat.
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