TV-Quoten: „Tatort“-Wiederholung schlägt Formel 1

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Der Münster-„Tatort“ lässt selbst als Wiederholung wenig Raum für andere Sender – sogar wenn Formel 1 und Fußball als Alternativen locken.

Die Folge „Fangschuss“ von 2017 mit Boerne (Jan Josef Liefers) und Thiel (Axel Prahl) als Ermittler-Duo sahen am Sonntagabend bei der ARD 6,35 Millionen – ein Marktanteil von 23,2 Prozent. Eine aktuelle Folge war diesmal erst für Pfingstmontag vorgesehen.
 
Für das Formel-1-Rennen von Montréal bei RTL interessierten sich zur Hauptsendezeit ab 20.15 Uhr 4,08 Millionen Zuschauer (14,9 Prozent). Ein Manöver gegen Lewis Hamilton kostete Sebastian Vettel den Befreiungsschlag: Der deutsche Ferrari-Star musste sich nach einer Zeitstrafe mit dem zweiten Platz begnügen. Hamilton feierte seinen siebten Kanada-Erfolg und stellte damit den Rekord von Michael Schumacher ein.

3,18 Millionen Zuschauer (11,8 Prozent) verfolgten ab 20.45 Uhr live das Nations-League-Finale zwischen Portugal und den Niederlanden beim ZDF, das mit einem 1:0-Sieg der Portugiesen endete. Der Sender und Fußball-Kommentator Béla Rethy entschuldigten sich für einen längeren Tonausfall während der ersten Halbzeit. Rethy nannte ein Problem mit einem Tonkanal als Ursache.
 
Viele Menschen sahen lieber Filmklassiker: 2,19 Millionen (8,2 Prozent) schauten den Actionfilm „Independence Day: Wiederkehr“ bei ProSieben und 1,49 Millionen (5,6 Prozent) den Fantasyfilm „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ bei Sat.1. Für einen noch weitaus älteren Streifen lief es auch nicht ganz schlecht: Die Krimikomödie „Miss Marple: 16 Uhr 50 ab Paddington“ bei Kabel eins hatte 1,07 Millionen Zuschauer (3,9 Prozent).
 
Abgeschlagen landeten Vox mit der Stylingshow „Promi Shopping Queen“, die 750 000 Zuschauer (2,9 Prozent) hatte, und RTL 2 mit der Liebeskomödie „50 erste Dates“, die 540 000 Menschen (2 Prozent) anzog. [dpa]

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15 Kommentare im Forum

  1. Schon ein Armutszeugnis: da behaupten die Deutschen immer, sie seien so Fußball begeistert und kaum ist Deutschland nicht dabei, schon gucken nur noch 3 Millionen das Finale. Es sollte um den Sport und die Leistung gehen und nicht darum, ob DEUTSCHE spielen
  2. was interessiert mich sport, wenn keine mannschft spielt, die mich interessiert. warum soll ich das anschauen? halte ich für zeitverschwendung.
  3. Kommt eben darauf an, WAS einen am Fußball interessiert. Der Nationalstolz, oder die technischen Schmankerl der Akteure auf dem Feld. Da die Spieler aber in immer engere taktische Korsetts gezwängt werden, ist es schon recht langweiliger Rasenschach geworden, den man in der Regel sieht ...
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